H.R. Fricker: Von der Mail-Art zu Facebook

  • Dienstag, 14. Februar 2012, 10:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 14. Februar 2012, 10:03 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 14. Februar 2012, 22:06 Uhr, DRS 2

In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden Kunstbewegungen wie Fluxus, die soziale, kommunikative und politische Ansätze in die Kunst brachten.

Zu ihnen gehörte auch die Mail-Art, in der es darum ging, internationale künstlerische Netzwerke zu bilden, indem man sich künstlerisch gestaltete Briefe zusandte.

Der 1947 in Zürich geborene H.R. Fricker wurde in der Schweiz ihr wichtigster Exponent - und er hat die Ideen der Mail-Art bis heute stetig weiterentwickelt. H.R. Fricker verschickte schon früh nicht nur hübsche Briefe, sondern verfolgt weit gespannte künstlerische Aktivitäten, in denen das Frauenstimmrecht in Appenzell ebenso eine Rolle spielt wie das Nachdenken über die Kunst Behinderter oder über die Beschaffenheit öffentlicher Räume.

Zu diesen gehört für den ehemaligen Mail-Art-Künstler nicht nur der Stadtraum oder der Alpstein, für den er das legendäre Alpstein-Museum entwickelt hat, sondern heute auch Facebook. Derzeit widmet das Kunstmuseum des Kantons Thurgau in der Kartause Ittingen H.R. Fricker eine Retrospektive.

Ein Besuch bei H.R.Fricker in seinem Trogener Atelier.

Autor/in: Barbara Basting