Judith Butler: «Das Unbehagen der Geschlechter»

Die Aufruhr war gross, als vor 20 Jahren Judith Butlers «Das Unbehagen der Geschlechter» erschien. Darin hinterfragt die amerikanische Philosophie die feministische Forschung.

Heute gilt das Buch als Klassiker der Queer Theory.Butler kritisiert am Feminismus, dass dieser oft fälschlicherweise Frauen als Gruppe mit gemeinsamen Merkmalen und Interessen betrachtet. Gerade alt gediente Feministinnen sahen sich mit Butlers Ruf, Geschlechterkategorien abzuschaffen, in ihrem Kampf für Gleichheit desavouiert. Im Gespräch mit Ina Boesch zeigt die Philosophin Astrid Deuber-Mankowsky, dass Butlers Thesen nach wie vor aktuell sind und keineswegs unpolitisch.Buchhinweis:Judith Buthler: «Das Unbehagen der Geschlechter.» Frankfurt a/M: Suhrkamp, 1991. Erstausstrahlung am 16. Januar 2012

Autor/in: Ina Boesch