Jürg Kienberger - kurzsichtig, aber hellhörig

«Ich Biene, ergo Summ» nennt Jürg Kienberger sein neues Soloprogramm. Der Musiker und Schauspieler beschäftigt sich darin mit dem Leben und Sterben der Bienen. Als Live-Gast im Radio-Kulturcafé brachte er sogar das Publikum zum Summen.

Jürg Kienberger mit DRS2-Redaktorin Dagmar Walser.
Bildlegende: Jürg Kienberger mit DRS2-Redaktorin Dagmar Walser. SR DRS

«Ich bin kurzsichtig und hellhörig», so beschreibt Jürg Kienberger sich selbst. «Ich nehme viel mit den Ohren wahr - und verarbeite es zu Geld.» In erster Linie versteht er sich als Musiker. Ins «unternehmen mitte» hat er denn auch seine mit Weingläsern improvisierte Glasharfe gebracht und eine Kostprobe darauf gespielt.

Jürg Kienberger ist fasziniert von Geräuschen - ob Bienen in der Natur oder Publikumsgemurmel im Theatersaal. Gerade dieses ist ihm als Schauspieler besonders vertraut: Jürg Kienberger kennt die kleinen Kellertheater und, als Teil der sogenannten Marthaler-Familie, auch die ganz grossen Bühnen.

Diesen Wechsel zwischen Grossproduktionen und Soloprojekten schätzt der Schauspieler. Auch wenn er es nicht allzu lange alleine aushält, denn: «Man sitzt vor der Vorstellung alleine in der Garderobe - und kann sich mit niemandem beklagen.»

Autor/in: Dagmar Walser