«Leben und Schicksal» - ein Stalingrad-Epos

  • Donnerstag, 7. Februar 2008, 11:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 7. Februar 2008, 11:03 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 7. Februar 2008, 22:06 Uhr, DRS 2

Wenn es nach dem sowjetischen Chefideologen des Politbüros gegangen wäre, so hätte Wassili Grossmans Roman «Leben und Schicksal» nicht vor dem Jahr 2160 erscheinen dürfen. Es ist anders gekommen.

Das Manuskript wurde 1980, zwanzig Jahre nach seiner Fertigstellung, aus der Sowjetunion geschmuggelt. Jetzt wurde der Roman neu auf deutsch herausgegeben.

Der Lausanner Verleger Vladimir Dimitrijevic hat den Roman damals auf russisch herausgebracht, und bald ist er in verschiedene Sprachen übersetzt worden. Aber erst jetzt, nach einer neuen und vollständigen deutschen Übersetzung, erreicht der monumentale Roman im deutschen Sprachraum eine breitere Öffentlichkeit und grosse Beachtung.

Was macht dieses Buch über Stalingrad, über KZ, Gulag und Stalin-Terror zu einem «Jahrhundertroman», zu einem «Krieg und Frieden» des 20. Jahrhunderts? Welche Rolle hat Dimitrijevic bei der Karriere des Romans gespielt?