Stalins archaischer Kult der Gewalt

Josef Stalin, das heilige Monster des Weltkommunismus, sorgt bis heute für geschichtswissenschaftliche Kontroversen. Der Berliner Historiker Jörg Baberowski vertritt in einem aufsehenerregenden neuen Buch die These, dass der Stalinismus keineswegs eine spezifisch moderne Bewegung gewesen sei.

Und das, obwohl er das noch vor einigen Jahren, angelehnt an die Moderne-Theorien des Philosophen Zygmunt Bauman, postuliert hatte. Im Gegenteil, so Baberowski heute: Der Stalinismus zelebrierte einen archaischen Kult der Gewalt, der die Moderne mit vormodernen Mitteln durchsetzen wollte.

Autor/in: Günter Kaindlstorfer