Terence Davies: ein stiller Filmpoet

  • Donnerstag, 12. April 2012, 10:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 12. April 2012, 10:03 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 12. April 2012, 22:06 Uhr, DRS 2

Terence Davies ist der stille Filmpoet unter den englischen Filmemachern - mit seinen Filmen passt er in kein Schema des «typisch britischen» Kinos. Von den Kostümfilmen im Jane-Austen-Stil sind sie ebenso weit entfernt wie vom beissenden sozialen Realismus von Mike Leigh oder Ken Loach.

Regisseur Terence Davies stellt seinen Film «Deep Blue Sea» in San Sebastian vor.
Bildlegende: Regisseur Terence Davies stellt seinen Film «Deep Blue Sea» in San Sebastian vor. Reuters

Sein Werk ist eine Art cineastisches Archiv von Erinnerungsbildern an das Nachkriegsengland der 50er-Jahre, leise, traurig, brutal, poetisch und oft autobiographisch geprägt. Mit drei Kurzfilmen über seine Kindheit in Liverpool, kurz «Trilogy» genannt, machte sich Davies einen Namen, mit dem langen Spielfilm «Distant Voices, Still Lives» setzte er seine poetische Erinnerungsarbeit fort. Das neueste Werk des Kinopoeten ist die - sehr freie - Umsetzung  eines Theaterstücks von Terence Rattigan: die Dreiecks-Liebesgeschichte «Deep Blue Sea».

Terence Davies spricht über seinen neuen Film, den er als eine Hommage an 50er-Jahre-Filme wie «Brief Encounter» von David Lean versteht.

Moderation: Brigitte Häring