«Traurige Tropen» von Claude Lévi-Strauss

Die Welt wird zu einer Monokultur, einer kulturellen Wüste. Das beklagte der berühmte Ethnologe Claude Lévi-Strauss 1955 in seinem Jahrhundertbuch «Traurige Tropen» so scharfsinnig wie literarisch eloquent.

Kolonialismus und Globalisierung verdrängten alle andere Lebensformen und Denkweisen, schriftlose Kulturen und Naturvölker seien zum Untergang verdammt.

Wo stehen wir heute, fast siebzig Jahre nach der Erstveröffentlichung des Werkes? Fest steht: Das Buch war damals in seiner Unverblümtheit und Unkonventionalität eine Provokation, und es regt bis heute zum Denken an.

Ein Gespräch mit Michael Oppitz, einer der besten Kenner des Werks und persönlichen Freund von Claude Lévi-Strauss.

Autor/in: Sascha Renner