Ursula Meier: ungewohnte Blicke auf die Schweiz

Regisseurin Ursula Meier ist die Schweizerin mit dem Aussenblick. Ihr filmischer Blick auf die Schweiz ist ungewohnt und irritierend. Meiers zweiter Spielfilm «Sister», eine Bruder-Schwester-Geschichte im Wallis, hat gleich einen silbernen Bären in Berlin gewonnen.

Ursula Meier erhält an der Berlinale einen Silbernen Bären für ihren Film «Sister».
Bildlegende: Ursula Meier erhält an der Berlinale einen Silbernen Bären für ihren Film «Sister». Keystone

Schon 2008 erstaunte Ursula Meier nicht nur das Schweizer Filmpublikum mit ihrem Erstling «Home»: eine skurrile Geschichte über eine Familie, die an einer stillgelegten Autobahn wohnt.

Walliser Gegensätze

Ihren neuen Film «Sister» nennt Ursula Meier einen «vertikalen Film», im Gegensatz zu «Home», den sie als «horizontal» bezeichnete: Unten ist das Walliser Tal mit seiner industriellen Realität, oben der Berg mit seiner mondänen künstlichen Skiwelt.

Im Gespräch erzählt Ursula Meier unter anderem, wie sie, als Schweizerin, die in Belgien lebt, die Distanz zu ihrem Land braucht, um genau hinschauen zu können.

Autor/in: Brigitte Häring