Basler Touristiker wollen Randständige vertreiben

  • Samstag, 14. Juli 2012, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 14. Juli 2012, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 14. Juli 2012, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 15. Juli 2012, 17:20 Uhr, DRS Musikwelle

Wer als Touristin oder Tourist nach Basel kommt, soll nicht gleich zu Beginn mit Problemen konfrontiert werden. Die Tourismusbranche will deshalb die Randständigen vom Bahnhof vertreiben. Diese wollen aber nicht mitmachen. Eine Reportage aus Basel und der Blick nach Bern und Zürich.

 

Beiträge

  • Basler Tourismusdirektor stören Randständige

    Wenn Touristinnen und Touristen nach Basel kommen, sollen sie nicht als erstes Randständige am Bahnhof sehen, findet der Basler Tourismusdirektor. Die Basler Regierung will diese jedoch nicht wegweisen.

    In den Sommerferien zieht es viele Touristen in die Schweiz. Dabei besuchen sie nicht nur den Vierwaldstättersee oder die Jungfrau, sondern auch Basel. Der erste Eindruck der Stadt am Rheinknie dürften aber nicht Randständige und deren Pöbeleien sein, reklamieren Basler Touristiker.

    Randständige wehren sich

    Die Randständigen selbst wehren sich gegen eine Vertreibung. Sie würden niemanden belästigen, irgendwo müssten sie auch sein. Und auch die Basler Regierung hält wenig davon, diese Leute vom Bahnhofplatz zu entfernen.

    Martin Jordan, Toni Koller, Michael Hiller

  • Die demokratischste Ausstellung der Schweiz

    In der Stadt Zug sind Laien eingeladen, ihre selbstgeschaffenen Lieblings-Kunstwerke auszustellen. «Bring Your Own Art Piece», heisst die Aktion. Sie lässt leer schlucken, überrascht aber auch.

    Kunst hat in der Regel wenig mit Demokratie zu tun. Eine Kuratorin sucht aus, bestellt, kombiniert. Anders diese Tage in Zug. Unter dem Motto «Bring Your Own Art Piece» lädt eine Zuger Galerie jede und jeden ein, die eigenen Kunstwerke auszustellen.

    84 Laien stellen Kunst aus

    84 Personen sind diesem Aufruf gefolgt, arrangiert hat die Werke dann die Kuratorin Maya Minder. Für sie ist dieser kompromisslos basisdemokratische Prozess eine spannende, herausfordernde Aufgabe.

    Mirjam Breu

  • Flirt mit Hupe verärgert Murten

    Gegen einen Flirt in Murten sollte eigentlich niemand etwas einwenden können. Ausser der Flirt ist ein Zug und er hupt mit 120 Dezibel im Städtchen. In Murten gehen die Emotionen hoch.

    In Murten haben die Anwohnerinnen und Anwohner seit Monaten ein Lärmproblem. Verursacht wird es von den neuen Flirt-Bahnkombinationen der Freiburger Transportbetriebe. Diese hupen vor unbewachten Bahnübergängen im Städtchen mit EU-genormten 120 Dezibel.

    Sanierung läuft, Ärger bleibt

    Beim Transportunternehmen ist man zwar drum besorgt, die Bahnübergänge schnellstens zu sanieren, trotzdem machte die betroffene Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung ihrem Ärger Luft.

    Patrick Mülhauser

  • Weissensteinbahn fürs Kino im Kopf

    Die Sesselbahn auf den Weissenstein steht seit drei Jahren still, ihre Zukunft ist ein Politikum. Der Solothurner Journalist hat sie nun wieder fahren lassen - als Meditations-CD.

    Soll die Sesselbahn auf den Weissenstein wieder fahren, soll sie ersetzt werden. Diese Frage sorgt in der Region seit Jahren für rote Köpfe. Dieser hitzigen Diskussionen begegnen will der Solothurner Journalist Peter Jaeggi mit einer Meditations-CD. Mit dem Mikrophon hat eine der letzten Fahrten des Sesselbahn begleitet. Das Resultat ist eine Tonspur der 34-minütigen Fahrt.

    «Ein Stück Technik-Poesie»

    Die Tonspur soll einladen zum Träumen, soll Erinnerungen wecken an die Bahn, meint Jaeggi. Es sei ein ein akustisches Bijou, ein Stück «Technik-Poesie».

    Alex Moser

Moderation: Gaudenz Wacker, Redaktion: Dario Pelosi