Entlassen und entledigt

  • Samstag, 7. Mai 2011, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 7. Mai 2011, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 7. Mai 2011, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 8. Mai 2011, 17:15 Uhr, DRS Musikwelle

Beiträge

  • Der erste Steinbock im Weisstannental

    2011 feiert die Schweiz 100 Jahre Wiederansiedlung des Steinbocks in den Alpen. Die ersten wurden am 8. Mai 1911 im Weisstannental (SG) ausgewildert.

    Der Mensch rottete den Steinbock in weiten Teilen der Alpen aus, so auch in der Schweiz. Bis ins 19. Jahrhundert hinein überlebte die Art einzig am Gran Paradiso.

    Illegal eingeführte Steinböcke, die ein St. Galler Wildpark züchtete, sind dann am 8. Mai 1911 als erste im Weisstannental ausgesetzt worden. Die Wiederansiedlung ist geglückt. Heute ist der Steinbock wieder in weiten Teilen der Alpen heimisch.

    Silvio Liechti

  • Entlassen und entledigt

    Wie Arbeitgeber in der Schweiz schwierige Mitarbeitende los werden: Kündigen und an die IV weiterreichen. In rund 50 Prozent der Fälle werden solche Mitarbeitende auf diese Weise aus den Firmen entlassen. Dies zeigt eine Studie des Bundeamtes für Sozialversicherung aus der Region Basel.

    Jeder und jede vierte Angestellte in der Schweiz soll unter psychischen Problemen leiden oder gelitten haben. Das zeigen Zahlen, die bei ca. 1000 Personalverantwortlichen in den Kantonen Basel-Stadt und -Land erhoben wurden.

    Die Studie, im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen, zeigt auch, dass die Arbeitgeber über die Hälfte der «schwierigen» Fälle mit einer Kündigung lösen und diese oft unnötigerweise bei der IV landen. Ein Gespräch mit einem IV-Stellen-Leiter in Basel.

    Gaudenz Wacker

  • Frühschwimmen bleibt

    Elisabeth Nussbaumer ist seit 51 Jahren Gast in der Zürcher Badi Utoquai. Dass das Frühschwimmen städtischen Sparmassnahmen zum Opfer fallen sollte, wollte die 82-jährige nicht hinnehmen. Erfolgreich.

    Elisabeth Nussbaumer erkämpfte sich das Recht auf das frühmorgentliche Bad zurück. Sie sammelte 2237 Unterschriften und übergab diese persönlich dem Zürcher Schulvorsteher. Mit der Androhung einer Demonstration des gesamten Bade-Volkes vor dessen Arbeitsort. Unterschriften und Demo-Drohung wirkten, die Stadt gab Elisabeth Nussbaumer das Frühschwimmen zurück.

    Klaus Amman

  • Spielglück mit Loto Rapido

    Weg mit den umständlichen Magnetchen und Glasplättchen beim Lotto-Spiel, dachte sich André Seydoux und erfand Loto Rapido.

    Der pensionierte Polizist aus dem Kanton Freiburg ist selber ein mässig passionierter Lottospieler, ärgerte sich aber über die Fummelei mit den Magnetchen und Plättchen, mit denen die Lottospieler ihre Zahlen auf der Karte abdecken.

    Mit Loto Rapido soll in der Lotto-verrückten Romandie das Spiel nun effizienter sein: Man schiebe seine Karte unter eine Plastikfolie und streiche die gezogenen Zahlen mit einem Filzstift durch. Nach jedem Gang wird die Folie geputzt und die einfache und saubere Spielfläche ist für den nächsten Gang parat.

    Toni Koller

  • Wie Mutter Yakin für die Söhne zum Rechten schaut

    Drei Mal spielten der FC Luzern und der FC Thun in dieser Fussballsaison gegeneinander, drei Mal spielten sie Unentschieden. Beim vierten Mal gewann Thun. Und deshalb musste FCL Trainer Rolf Fringer gehen.

    Fringer musste gehen, weil sich Mutter Emine Yakin bei Spielen ihrer Söhne nicht aufregen will. Sie will, dass sich die Brüder Hakan und Murat fair die Punkte teilen. Drei Mal gehorchten die beiden, beim vierten Mal gelang es nicht und Mutter Yakin regte sich mächtig auf.

    So nicht mit diesem Fringer, fand Emine Yakin und überzeugte den Präsidenten des FC Luzern von der Freistellung des Trainers, der diesen Thuner Sieg zuliess. Und als neuer Chef an der Seitenlinie des FCL kommt für Frau Yakin nun nur eine Person in Frage: Sohn Murat. Als Trainer von Hakan kann dieser nicht mehr gegen den Bruder gewinnen. Und Mutter Yakin kann ihre Nerven schonen. Eine fast frei erdachte Betrachtung über die Luzerner Fussballwelt.

    Stefan Eiholzer

Moderation: Roger Steinemann, Redaktion: Matthias Baumer