Gstaad und sein Weltklasse-Kulturzentrum

  • Samstag, 25. August 2012, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 25. August 2012, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 25. August 2012, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 26. August 2012, 17:20 Uhr, DRS Musikwelle

Als in Bern vor bald 15 Jahren ein privater Mäzen anbot, das Zentrum Paul Klee zu finanzieren, standen ihm Tür und Tor offen, die Begeisterung war gross. Etwas anders läuft das im Nobelkurort Gstaad.

Hier wollen Private für 185 Millionen Franken ein Kulturzentrum von Weltrang erstellen. Im Dorf, wo Chalets für zig Millionen ausgebaut werden, ist man von solchen Beträgen wenig beeindruckt. Man will abwarten und mal schön prüfen.

 

Beiträge

  • Weggis hat Zweitwohnungen eingedämmt

    Der Bundesrat hat entschieden, wie er die Zweitwohnungsinitiative umsetzen will. Für viele Touristenorte war der Umgang mit Zweitwohnungen das grosse Thema, in Weggis hat man das Problem schon lange gelöst.

    Auch nach dem Entscheid des Bundesrates rätseln viele Tourismusgemeinden immer noch, wie sie den Anteil Zweitwohnungen reduzieren können. Im Luzerner Tourismusort Weggis am Vierwaldstättersee lehnt man sich hingegen zurück.

    Mehr Dauerbewohner

    Weggis hat den Gedanken der Zweitwohnungsinitiative umgesetzt, bevor es die Initiative überhaupt gab. Vor über 20 Jahren entschloss sich die Gemeinde, ihren Anteil an Zweitwohnungen zu reduzieren - mit Erfolg. Kernpunkt der Strategie. Kein Haus darf gebaut werden, in welchem keine Dauerwohnungen sind. (dp)

    Beat Vogt

  • Gstaad rümpft Nase über Millionen-Geschenk

    Wo immer ein privater Geldgeber auftauchen würde mit dem Vorschlag, der Gemeinde gratis und franko ein Kulturzentrum zu bauen, würde er mit Begeisterung begrüsst. Im Nobelkurort Gstaad ist das allerdings etwas anders.

    Eine Gruppe privater Geldgeber plant in Gstaad «Les Arts Gstaad» zu realisieren, ein Kulturzentrum von Weltrang, ebenauf mit einem Zentrum Paul Klee in Bern oder einem KKL in Luzern. Mit insgesamt 185 Millionen Franken wären der Bau finanziert, der Unterhalt und Unterstützung erhielte auch das ansässige Menuhin-Festival.

    Keine Euphorie in Gstaad

    Im Nobelkurort Gstaad ist Geld allerdings per se kein Argument. Hier werden Chalets für 100 Millionen ausgebaut. Entsprechend skeptisch zeigt sich die Bevölkerung ob des Geschenks. (dp)

    Toni Koller

  • Bellinzonas Intelligenz wandert ab

    Hanspeter Gschwend

  • Neues Zentrum für Neonatologie in Zürich

    Ende August öffnet die neue Klinik für Neonatologie am Unispital Zürich ihre Türen. Betreut werden da die Kleinsten der kleinen Patienten. Und die Frage schwingt mit, wann macht diese Intensivtherapie überhaupt Sinn.

    Die neue Klinik für Neonatologie am Unispital Zürich ist spezialisiert auf Früh- und Neuegeborene. Ab Ende August sollen in einer Intensivstation mit 18 Bettchen Frühgeborene wieder aufgepäppelt werden.

    Behandlung mit Kleinstapparaten

    Möglich ist mittlerweile Vieles. Die kleinen Patientinnen und Patienten werden mit Kleinstgeräten beatmet, ernährt, kontrolliert. Trotzdem stellt sich für Klinikdirektor Hans-Ulrich Bucher immer wieder: Wann macht eine solche Intensivtherapie wirklich Sinn und wann eben auch nicht. (dp)

    Michael Hiller

  • Pascal Suter und die unerwarteten Besucher

    Der Ausbruch des Jahres dürften drei Männer im Basler Untersuchungsgefängnis Waaghof gemacht haben. Von der Gefängnis-Waschküche über die Nachbarswohnung türmten sie in die Freiheit. Der Nachbar Pascal Suter staunt - und stellt sich Fragen.

    Die drei Gefangenen türmten auf dem gleichen Weg, wie schon vor 9 Jahren zwei andere Insassen. Allein das lässt Pascal Suter, den Bewohner besagter Wohnung, etwas stutzig werden. Kommt dazu, dass er Klopfgeräusche dem Gefängnis meldete, ohne das jemand reagiert hätte.

    «Anständige Ausbrecher»

    Pascal Suter erzählt, wie es sich lebt in einer Wohnung mit einem Ausbruchsloch in der Decke und warum sie «anständige Ausbrecher» gewesen seien. (dp)

    Martin Jordan

Moderation: Matthias Baumer, Redaktion: Dario Pelosi