Murgenthal muss aufforsten im Schilderwald

  • Samstag, 21. Mai 2011, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 21. Mai 2011, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 21. Mai 2011, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 22. Mai 2011, 17:15 Uhr, DRS Musikwelle

Beiträge

  • Murgenthal muss aufforsten im Schilderwald

    Es ist paradox. Während der Bund den Verkehrsschilderwald gründlich durchforsten und lichten will, wird die Aargauer Gemeinde Murgenthal zu einer regelrechten Aufforstung gezwungen.

    Die Gemeinde soll an allen Waldwegen ein «Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder» aufstellen. 111 Verbotstafeln! Der Gemeindeammann Max Schärer versteht den Sinn dieser Schilderaufforstung nicht: «Die Schilder kosten uns zwischen 1 und 1.5 Steuerprozenten». Doch die kantonale Waldverordnung will diese Schilder. «Völlig überflüssig», beschwert sich Schärer.

    Alex Moser

  • Die Basler LDP kümmert sich um jeden «Seich»

    Die Liberaldemokratische Partei LDP von Basel fordert mehr Gratis-Pissoirs in der Stadt Basel. So will die Partei das üble «Wildurinieren» an Hauswänden bekämpfen.

    Dass sich ausgerechnet die LDP um ein so profanes Thema kümmert ist bemerkenswert. Schliesslich gilt die LDP nach wie vor als politischer Arm des «Basler Daigs» also nicht gerade als klassische Volkspartei: Aber bei diesem Geschäft sind alle gleich, egal ob Sarasin oder Müller.

    Beat Giger

  • Vitznau und das verlockende Angebot des Hoteliers

    Ein österreichischer Millionär hat der Seegemeinde Vitznau LU 5 Millionen Franken geschenkt. Das Geschenk ist aber mit dem «Wunsch» verbunden, Vitznau möge doch die Steuern senken.

    Beim spendierfreudigen Millionär handelt es sich um ein Mitglied der Familie Pühringer, die auch ein Luxushotel in Vitznau umbaut. Lässt sich die Gemeinde kaufen? «Nein», findet der Gemeindepräsident, «wir hätten die Steuern sowieso senken wollen. Dank den 5 Millionen können wir das jetzt einfach früher machen als geplant.» Am Schluss entscheidet die Bevölkerung über die Steuersenkung.

    Dario Pelosi

  • Streit um die Käsenamen «Appenzeller» und «Appenberg»

    Die Organisation Appenzeller Käse und der Käser Urs Glauser aus Oberhünigen BE streiten sich: Glausers Käse heisst «Appenberg», und das sei dem Namen «Appenzeller» zu ähnlich.

    Der Streit kommt nun sogar vor Bundesgericht. «Es kann doch nicht sein, dass jemand das Recht auf die 5 Buchstaben 'Appen' haben könne», findet Toni Koller von der Regionalredaktion BE/FR/VS. Schliesslich sei der Appenberg nicht ein Fantasiename, sondern ein real existierender Berg.

    Die Appenzeller wollen dem Käser Urs Glauser ja nicht das Käsen verbieten, entgegnet Pius Kessler von der Regionalredaktion Ostschweiz. «Es geht lediglich um den Namen. Vor allem im Ausland sollen Verwechslungen vermieden werden».

    Toni Koller, Pius Kessler

  • Roveredos Streich mit der Kantonsstrasse

    Roveredo ist durch die A13 entzwei geschnitten. Ein Umfahrungstunnel soll das Dorf wieder vereinen. Theoretisch: Denn Experten und Politiker haben überraschende Pläne.

    2016 soll Roveredo nicht mehr von der A13 zerschnitten sein. Der Umfahrungstunnel ist bereits im Bau. Wer nun denkt, Roveredo würde die alte A13 anschliessend abreissen und das Gebiet schön gestalten, irrt aber: Eine Experten- und Politikergruppe schlägt vor, die ehemalige A13 einfach in eine Kantonsstrasse umzuwandeln. Das Dorf bliebe also vom Verkehr zweigeteilt. Sogar das Bundesamt für Strassen zeigt Roveredo nun den Mahnfinger: So sei das nicht gedacht gewesen. Der Rückbau der alten A13 sei eine Bedingung gewesen für die Mitfinanzierung des neuen Umfahrungstunnels!

    Hanspeter Gschwend

Moderation: Roger Steinemann, Redaktion: Roman portmann