Vom rollenden Sparschwein in Basel

  • Samstag, 31. März 2012, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 31. März 2012, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 31. März 2012, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 1. April 2012, 17:20 Uhr, DRS Musikwelle

Beiträge

  • Vom rollenden Sparschwein in Basel

    Es gibt kaum ein besseres Symbol für das Sparen als das Sparschwein. In Basel rollt seit 22 Jahren ein Sparschwein auf den Tramschienen. Das «Säulitram» ist heute wieder aktueller denn je.

    Das «Säulitram» gehört der BLT, der Baselland Transport AG. Ursprünglich war es ein Werbetram der Basellandschaftlichen Kantonalbank. «Jugendliche sollen bei der Bank Geld sparen, so etwa lautete die Botschaft damals», erklärt der ehemalige BLT-Chef Paul Messmer.

    Sparschwein für den Kanton Baselland

    Der heute 80-jährige Paul Messmer erinnert sich, wie die Leute damals reagierten: «Das erste ganzheitlich gestaltete Tram war ein Meilenstein». Sogar Zeitungen aus dem fernen Asien hätten über das rollende Sparschwein berichtet, so Messmer.

    Martin Jordan

  • Vom Geldsegen in Kanton und Stadt Zug

    500 Millionen Franken für einen Tunnel in der Stadt Zug, 455 Millionen Franken für ein neues Verwaltungszentrum... In Zug wird nicht geknausert, die Kassen von Stadt und Kanton sind voll.

    Allein die Zuger Baudirektion plant Investitionen für rund 1.5 Milliarden Franken - und dies in einem Kanton, der nur gerade knapp 120'000 Einwohnerinnen und Einwohner hat. Da würde manch eine Regierung weiche Knie kriegen.

    «Schnöde 1.3 Millionen Franken»

    Nicht so der Zuger Baudirektor Heinz Tännler. Der Kanton Zug könne sich das alles leisten: «Im Jahr 2020, wenn wir die geplanten Investitionen getätigt haben, beträgt unser Eigenkapital immer noch etwa 700 Millionen Franken».

    Miriam Eisner

  • Von der Ungleichheit des Sparens

    Sparen ist nicht gleich Sparen. Es kommt darauf an, wer spart: Spart die öffentliche Hand oder spart eine Privatperson? Auf den Sparbegriff hat dies entscheidende Auswirkungen.

    Wenn die öffentliche Hand spart, dann ist sofort klar: Es soll weniger Geld ausgegeben werden. So können z.B. Steuern gesenkt oder Schulden abgebaut werden. Grösstmögliche Zurückhaltung bei den Ausgaben ist hierbei gefordert.

    Widersprüchlich: Steuern erhöhen um zu sparen?

    Bei Privatpersonen wird der Sparbegriff hingegen meist etwas anders gedeutet: Zwar bedeutet sparen auch hier, weniger Geld auszugeben. Vor allem aber bedeutet sparen bei Privaten, Geld auf die Seite zu legen. Beim sparen wächst das Bankkonto.

    Toni Koller

  • Von den Reichen das Sparen lernen

    «Von den Reichen lernt man sparen», sagt der Volksmund. «Das stimmt», sagt Ernst Wyrsch, der ehemalige Direktor des Nobelhotels «Steigenberger Grandhotel Belvédère» in Davos.

    Ernst Wyrsch muss es wissen, schliesslich gingen die Reichen jahrelang bei ihm ein und aus. «Viele reiche Leute können sehr gut Preise vergleichen. Sie merken sofort, wenn etwas zu teuer ist», erzählt Wyrsch aus seinen Erfahrungen.

    30 Rappen Preisunterschied fallen sofort auf

    Selbst kleinste Preisunterschiede seien den reichen Gästen jeweils aufgefallen, so Wyrsch: «Ob eine Stange oder ein Kaffee 30 Rappen teurer war als beim letzten Besuch, das ist den Reichen sofort aufgefallen». Auch wenn eine solche Preisdifferenz im Vergleich zum Vermögen der Gäste völlig unrelevant sei.

    Silvio Liechti

  • Vom Sparen in der Beiz

    Sparen ist für die meisten Menschen kein Vergnügen. Es gibt aber auch welche, die erklären Sparen zu ihrem Hobby: Sie treffen sich in «Einlegervereinen», z.B. im aargauischen Klingnau.

    Im Restaurant Rosengarten in Klingnau hängt sie, die typische Einlegerverein-Box. Eine Blech-Box mit vielen nummerierten Schlitzen, in welche die Vereinsmitglieder ihr Geld schieben können.

    «Manchmal reicht es noch für die Hundesteuer»

    Eine der Sparerinnen ist Irmgard Bolliger: «Jedes Mitglied muss mindestens 10 Franken pro Woche einlegen, sonst gibt es eine Busse von 5 Franken», erklärt sie das System des Einlegervereins.

    Alex Moser

Moderation: Gaudenz Wacker, Redaktion: Roman Portmann