Sozialplan für entlassene Solothurner Kantilehrer

Die Regierung des Kanton Solothurn hat über den Sozialplan entschieden für jene Kantonsschullehrer, die im Rahmen der Sek-P-Reform in den Kantonssschulen Olten und Solothurn entlassen werden.

Weitere Themen:

  • Das Bundesgericht weist einen Entscheid des Aargauer Obergerichts zurück. Bei diesem Fall geht es indirekt darum, was für ein Arbeitspensum man einer Prostituierten zumuten kann.
  • Wie läuft das Weihnachtsgeschäft für die Buchhandlungen in der Region? Und wünschen sich die Buchhändler tatsächlich die festen Ladenpreise zurück, wie es das Parlament in Bern möchte?

Beiträge

  • Aargauer Obergericht verurteilte Prostituierte zu Unrecht

    Das Bundesgericht hat einen Entscheid des Aargauer Obergerichts aufgehoben. Es geht um eine Prostituierte, die nach einer Scheidung ihrem Ex-Mann keine Alimente für die beiden gemeinsamen Kinder bezahlte. Das Aargauer Obergericht verurteilte sie zu einer Geldstrafe.

    Die Prostituierte hätte ja mehr arbeiten, bzw. mehr Freier bedienen können, argumentierte das Obergericht. Das Bundesgericht ist jetzt aber anderer Meinung. Das Aargauer Urteil sei «unhaltbar». Es verletze die persönliche Freiheit und die sexuelle Selbstbestimmung der Frau, die drogensüchtig sei und keine Berufsausbildung habe. Die Aargauer Justiz muss den Fall jetzt neu aufrollen.

    Roman Portmann

  • Schulversuch zu Abschlusszertifikat im Kanton Solothurn

    Die Solothurner Regierung will mit drei Sek-I-Schulen einen Schulversuch machen mit dem neuen Abschlusszertifikat. Zu diesem gehören ein Leistungstest im 8. Schuljahr, die Noten des 9. Schuljahres und eine Projektarbeit. Für den Versuch beantragt die Regierung vom Kantonsrat 650000 Franken.

    Der Testlauf sei nötig, weil mit der Umsetzung der Sek-I-Reform alle Schüler des Kantons die obligatorische Schuelzeit ab 2014 mit dem Zertifikat abschliessen werden.

    Stefan Ulrich

  • Regierung verabschiedet Sozialplan für Solothurner Lehrer

    1.5 Millionen Franken will die Solothurner Regierung ausgeben, damit die Entlassung mehrer Lehrer sozialverträglich über die Bühne gehen kann.

    Die Lehrer verlieren ihre Stellen, weil die Untergymnasien an den Kantonsschulen Solothurn und Olten zugunsten der neuen Sek-P-Standorte verkleinert werden. Die 1.5 Millionen Franken entnimmt man Reserven, das normale Schulbudget leidet nicht darunter. Die Lehrer sind mit dem Plan einverstanden. Sie wollen aber, dass jetzt möglichst schnell klar wird, welche Stellen gestrichen werden. Nur so könnten sich die Lehrer rechtzeitig auf die neue Situation einstellen.

    Roman Portmann

  • Piloten im Birrfeld fliegen korrekt

    Neun von zehn Piloten fliegen den Flugplatz Birrfeld korrekt an. Sieben Prozent weichen leicht von den vorgeschriebenen Routen ab. Drei Prozent fliegen falsch, d. h. direkt über Dörfer und verursachen so zu viel Lärm.

    Das ist die Bilanz von Messungen, die man mit einem neuen System rund um das Birrfeld in den letzten Monaten gemacht hat. Das System bewähre sich sehr gut, teilen die Gemeindeammänner der Gemeinden rund ums Birrfeld mit. Man wolle nächstes Jahr die Messungen intensivieren. Die fehlbaren Piloten erhalten vom Flugplatz jeweils eine Mahnung.

    Stefan Ulrich

  • Hägendorf - Drehscheibe des Schweizer Buchhandels

    Im Buchzentrum Hägendorf lagern rund 4,8 Millionen Bücher auf einer Fläche von 17'000 Quadratmetern. Der Dezember zählt zu den Spitzenmonaten. Die Aufhebung der Buchpreisbindung führte bei den internationalen Ketten zu mehr Umsatz.

    Kleinere Unternehmen müssen wegen des Preisdrucks vermehrt in Nischen investieren, z.B. die christliche Buchhandlung von Christian Meyer in Olten. Der Krise vermochte die Branche als ganzes bisher zu trotzen: Das Buchzentrum Hägendorf geht von einer Umsatzeinbusse von 1 bis 2 Prozent in diesem Jahr aus.

Moderation: Remo Vitelli, Redaktion: Stefan Ulrich