Kanton Bern lässt Vorwürfe an Kinder- und Jugendpsychiatrie abklären

Zwei ehemalige Patienten erheben schwere Vorwürfe gegen die Berner Psychiatrie. In der Kinderklinik Neuhaus sollen die beiden Knaben vor rund zehn Jahren im Isolierzimmer eingesperrt und zur Einnahme von Medikamenten gezwungen worden sein.

Der Kanton Bern lässt nun die Vorwürfe abklären, der Bericht soll in einer Woche vorliegen.

Weitere Themen:

  • Umfangreiche Erneuerungsarbeiten an der Simplonpass-Strasse
  • Hip-Hop-Kultur für Bieler Kinder

 

Beiträge

  • Psychiatrie heute besser gerüstet als vor 10 Jahren

    Die universitären Psychiatrischen Dienste Bern UPD untersuchen Vorwürfe von zwei ehemaligen Kinder-Patienten der Klinik Neuhaus bei Bern: Sie seien dort vor 10 Jahren eingesperrt worden und es seien ihnen Medikamente für Erwachsene verabreicht worden.

    Mitte kommender Woche soll der Bericht zu den Vorwürfen vorliegen. Kinderpsychiater Wilhelm Felder von der UPD sagte derweil zu Schweizer Radio DRS: Zwangsmassnahmen kämen in der Psychiatrie selten vor, notwendig seien sie, wenn der Patient sich selber oder andere gefährden könnte. In den psychiatrischen Kliniken sei man aber heute im Umgang mit Krisen deutlich besser gerüstet als vor 10 Jahren.

    Michael Sahli

  • Baustellen-Flut am Simplonpass

    Das Bundesamt für Strassen ASTRA will in den kommenden vier Jahren jährlich bis zu 25 Millionen Franken in umfangreiche Sanierungsmassnahmen an der Simplonpass-Strasse investieren.

    Im Zentrum der Arbeiten stehen die Galerien kurz vor der Passhöhe, die den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügen. Diese Arbeiten bringen nicht nur mehr Sicherheit, sie bedeuten in den kommenden Jahren auch massive Hindernisse für den Passverkehr.

    Reinhard Eyer

  • BDP Freiburg gegründet

    Ab Ende April gibt es auch im Kanton Freiburg eine Bürgerlich-demokratische Partei BDP. Die neue politische Kraft im Kanton ist die 13. BDP-Kantonalpartei der Schweiz.

  • Belohnung für Hinweise zu Gotthelf-Vandalisten

    Es ist immer noch nicht klar, wer Ende Februar in Lützelflüh BE ein riesiges Gotthelf-Transparent zerfetzt hat. Deshalb will die Gemeinde Lützelflüh nun eine Belohnung von 1'000 Franken für Hinweise auf die Täterschaft bezahlen.

    Das Transparent war 8 mal 30 Meter gross und hing an an einem Baugerüst, als es in der Nacht auf den 20. Februar zerschnitten wurde. Zudem wurden auch die Scheinwerfer beschädigt, welche das grosse Plakat hätten beleuchten sollen. Der Sachschaden beträgt mehrere Zehntausend Franken.

  • Historische Verkehrswege neu unter Schutz

    Der Bund will historische Verkehrswege besser schützen, also zum Beispiel Römerstrassen oder Naturstein-Brücken, bei denen die alte Bau-Substanz noch gut sichtbar ist.

    Auch in den Kantonen Bern, Freiburg und Wallis stehen künftig hunderte solche Wegstücke unter Schutz: Bei künftigen Bauvorhaben müssen die geschützten historischen Verkehrswege erhalten bleiben. Ab Juli tritt dazu eine Verordnung mit einem entsprechenden

    Inventar in Kraft.

  • Mit Sozialarbeit das Image des Hip-Hop aufpolieren

    Marc Ugolini leitet diese Woche einen Ferienpass zum Thema Hip-Hop für Primarschüler in Brügg. Der 23-jährige Bieler identifiziert sich seit über zehn Jahren mit der Hip-Hop-Kultur und ist begeisterter B-Boy (Breakdancer).

    Der studierte Maschinenbauingenieur engagiert sich schon seit Jahren dafür, jungen Menschen mit Tanzkursen und anderen Angeboten zu helfen und somit auch gleichzeitig das schlechte Image des Hip-Hop aufzupolieren.

    Maria Wieland und Elisa Häni

Moderation: Jörg André, Redaktion: Priska Dellberg