Warum einer eine stillgelegte Kartonfabrik kauft

Der Berner Unternehmer und Banker Hans-Ulrich Müller kauft den österreichischen Besitzern die Kartonfabrik Deisswil ab. Damit bewahrt Müller die Angestellten vor der Arbeitslosigkeit. Wer will, kann unter Müller weiterarbeiten - in welcher Funktion ist noch nicht klar.

Die neuen Besitzer - eine Investorengruppe rund um den umtriebigen Unternehmer - planen, in der stillgelegten Fabrik unter anderem in den Bereichen Altpapierhandel, Logistik oder Gebäudeunterhalt tätig zu werden.

weiter in der Sendung

  • Thun und Interlaken streiten sich um Swiss Economic Forum
  • Freiburg wird nationales Zentrum für Mehrsprachigkeit

Beiträge

  • Von der Kartonfabrik zum KMU-Dorf

    Der Berner Unternehmer Hans-Ulrich Müller übernimmt zusammen mit der Standort-Gemeinde Stettlen und weiteren Unternehmern die Kartonfabrik Deisswil. Sie wird in 'Berner Industrie AG' umbenannt und offeriert allen Angestellten einen neuen Arbeitsvertrag.

    In Deisswil sollen künftig verschiedene Betriebe tätig sein, ein KMU-Dorf soll entstehen. Standbeine werden der Altpapierhandel, sowie eine Lager- und Logistik-Firma. Hans-Ulrich Müller sagt im Gespräch mit dem Regionaljournal, er kaufe die Kartonfabrik, weil er es nicht ertragen konnte, dass der Wirtschaftsraum Bern auf einen Schlag 253 Arbeitsplätze verlieren sollte.

    Matthias Baumer

  • Swiss Economic Forum - offener Kampf um künftigen Standort

    Das 12. Swiss Economic Forum ist zu Ende - für einmal in Interlaken, weil der bisherige Austragungsort in Thun zurzeit mit Millionenaufwand um- und ausgebaut wird. Dieser Ausflug könnte für Thun allerdings bedrohliche Folgen haben, weil damit der Standortwettbewerb offen ausgebrochen ist.

    Interlaken will das SEF gleich im neuen Kongresszentrum behalten. Thun wehrt sich nach Kräften, ist aber unter Druck, weil das SEF nun eine konkrete Standort-Alternative ausprobieren konnte. Der Entscheid fällt Ende Juni, wenn Organisatoren, Gäste und SEF-Sponsoren diese Standort-Frage analysiert haben.

    Christian Strübin

  • Freiburg wird zum nationalen Kompetenzzentrum

    Der Bundesrat hat beschlossen, in Freiburg das 'nationale Kompetenz-Zentrum für Zweisprachigkeit' anzusiedeln. Die Universität und die Pädagogische Hochschule Freiburg sollen es aufbauen. Es geht um angewandte Forschung im Bereich von Sprachen und Mehrsprachigkeit.

    Freiburg hat bereits seit 2008 ein 'Institut für Mehrsprachigkeit', nun soll also ein nationales Kompetenz-Zentrum daraus werden.

    Herbert Ming

Moderation: Elisa Häni, Redaktion: Michael Sahli