Neuauflage des Bündner NFA kommt 2014 vors Volk

Die Bündner Regierung hält die Reform des Finanzausgleichs weiterhin für nötig. Eine Neuauflage wird 2012 angepackt. Anfang Monat hat die Bevölkerung den NFA an der Urne abgelehnt.

Weiter in der Sendung:

  • Überraschender Rücktritt bei der RhB.
  • Neue Ausstellung von Giovanni Giacometti im Kunstmuseum in Chur.
  • In Disentis bleibt die Kirche trotz des Islamisten-Treffens im Dorf.

Beiträge

  • Neuauflage der Bündner NFA ab 2012

    Der Finanzausgleich unter den Bündner Gemeinden bedarf trotz der Anfang März vom Volk verworfenen Vorlage einer Neuordnung. Sie soll voraussichtlich 2012 an die Hand genommen werden.

    Das Grossprojekt Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden scheiterte am 7. März an der Urne. Die Bündner Regierung hält aber Reformen beim Finanzausgleich weiterhin für nötig. Zur erneuten Volksabstimmung könnte es 2014 kommen.

    Sascha Zürcher

  • Bündner Kunstmuseum zeigt Giovanni Giacometti

    Im Bündner Kunstmuseum kommt es bereits zum Höhepunkt des diesjährigen Ausstellungsprogrammes. Gezeigt werden über 80 Bilder des Bergeller Künstlers Giovanni Giacometti, dem Vater des noch berühmteren Alberto Giacometti. Die neue, bis zum 24.

    Mai dauernde Präsentation wurde in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern realisiert, wo sie bis Ende Februar zu sehen war und rund 42'000 Besucherinnen und Besucher anlockte. Die Schau legt das Schwergewicht auf den Umgang des Künstlers mit der Farbe und dem Licht.

  • Überraschender Rücktritt bei der RhB

    Bei der Rhätischen Bahn kommt es zu einem überraschenden Wechsel an der Spitze des Unternehmens. Erwin Rutishauser, Vorsitzender der Geschäftsleitung, tritt Ende Jahr zurück. Er führte das Bahnunternehmen seit Oktober 2004.

    Der 61-jährige Rutishauser habe den Verwaltungsrat über den Rücktritt Ende Dezember 2010 informiert, teilte die RhB mit. Rutishauser will mit seinem Ausscheiden sicherstellen, dass sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin die neue Bahnstrategie 2018 von Beginn weg begleiten und umsetzen kann, wie es weiter hiess. Die Arbeiten für diese Strategie beginnen Anfang nächsten Jahres.

  • Islamisten-Treffen : Disentis lässt sich nicht stören

    In Disentis bleibt die Kirche trotz Islamisten im Dorf. Der Islamische Zentralrat der Schweiz trifft sich zu einem Seminar. In den Medien wird der Veranstalter heftig kritisiert, da auch ein Hassprediger mit von der Partie sein soll. Vor Ort aber herrscht Ruhe.

    Der Gemeindepräsident von Disentis, Dumeni Columberg, sieht keinen Handlungsbedarf. Die Veranstaltung zu verbieten, sei für ihn nie in Frage gekommen, sagt er im Gspräch mit Sarah Hauschild.

    Sarah Hauschild

Moderation: Sarah Hauschild