Kanton St. Gallen macht 57 Mio plus

Der Kanton St.Gallen hat ein gutes Jahr hinter sich. Seine Rechnung 2009 weist ein Ertrags-Überschuss von 57 Millionen Franke aus. Budgetiert war ein Defizit von 27 Millionen. Das Eigenkapital beträgt neu 1,4 und das Nettovermögen 1,3 Milliarden.

Das gute Ergebnis begründet der Kanton vor allem mit den tieferen Beiträgen an die Gemeinden.

Weiter Themen:

  • Thurgauer Regierung will Volkswahl der Notare und Grundbuchverwalter abschaffen
  • Strom in Mels wird nicht abgestellt und die Künstler sind sauer

Beiträge

  • Kein Stromabschalten in Mels

    Der Melser Gemeinderat hat das Projekt «Denkpause» der St. Galler Künstlerzwillinge Riklin gestoppt. Damit wollten die Zwillinge den Melsern im Sommer jeden Tag 10 Minuten lang den Strom abschalten und sie zum Nachdenken anregen.

    Der Gemeinderat will diese Denkpause nicht, weil das Elektrizitätswerk verpflichtet sei Strom zu liefern und es zu gefährlich sei, wenn Notfallnummern nicht mehr funktionierten.

  • St. Galler Finanzen: Ausgeglichen statt Defizit

    Statt des budgetierten Defizits resultiert in der Rechnung 2009 des Kantons St. Gallen ein Überschuss von 57 Millionen Franken. Gleichzeitig nahmen die Schulden des Kantons leicht zu.

    Der Überschuss in der laufenden Rechnung beruht auf einem buchhalterischen Trick: Er enthält Bezüge von 51,3 Mio. Franken aus dem Eigenkapital. Ohne diese wäre das Ergebnis praktisch ausgeglichen. Den ausgewiesenen Gewinn von 57,2 Millionen will die Regierung wieder dem Eigenkapital zuweisen.

    Gegenüber dem Budget bedeutet der Rechnungsabschluss eine Verbesserung um 84 Millionen Franken. Rund 33 Millionen davon entfallen auf den kantonalen Finanzausgleich, etwa gleich viel auf höhere Steuereinnahmen. Ausserdem kosteten die Spitäler und die Fachhochschule St. Gallen (FHS) weniger.

    Pius Kessler

Moderation: Katrin Keller, Redaktion: Fabienne Frei