Krankenkassenprämien sollen nicht zur Armutsfalle werden

Das Sozialdepartement des Kantons Luzern hat eine Beschwerde eines Ehepaares gutgeheissen und somit eine wichtige Frage geklärt: Sozialämter müssen die Kosten für Krankenkassenprämien und Arztrechnungen berücksichtigen, wenn sie darüber entscheiden, ob jemand Teil-Unterstützung erhält.

So soll verhindert werden, dass jemand, der zu einem tiefen Lohn arbeitet, schlechter gestellt ist als Menschen, die nicht arbeiten und Sozialhilfe beziehen. 

Weiter in der Sendung:

  • Zentralschweizer Lehrerverbände machen auf prekäre Stellensituation aufmerksam
  • Gemeinde Kriens will für 150 Millionen Franken ein neues Zentrum bauen
  • Tambourenverein Küssnacht probt für das Eidgenössische Tambouren- und Pfeiferfest in Interlaken

Beiträge

  • Grüne wollen tolerantere Cannabis-Politik

    Wie in der Stadt Zürich soll es auch in Luzern ein Pilotprojekt für den kontrollierten Verkauf von Cannabis geben. Dies fordern Politiker der Grünen im Luzerner Stadtparlament. Die Stadtregierung soll abklären, wie ein solcher Versuch durchgeführt und wissenschaftlich begleitet werden könnte.

    Ziel ist eine tolerantere Hanf-Politik.

  • Im Rigigebiet dürfen mehr Tiere geschossen werden

    Im Kanton Schwyz sollen in der nächsten Jagdsaison im Rigigebiet und im Riemenstaldner Tal mehr Tiere geschossen werden, um Schäden im Wald zu begrenzen. Die Schutzwälder in diesen Gebieten sind in relativ schlechtem Zustand, weil die Tiere die Bäume anfressen.

    Im übrigen Kantonsgebiet ist die natürliche Waldverjüngung gewährleistet, deshalb bewegen sich dort die frei gegebenen Jagdzahlen etwa auf dem Niveau der Vorjahre, teilt das Umweltdepartement des Kantons Schwyz mit.

  • Grosser Auftritt für Küssnachter Tambouren

    Am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest in Interlaken werden auch sieben Sektionen aus der Zentralschweiz teilnehmen. Darunter der Tambourenverein Küssnacht am Rigi. Auf diesen grossen Auftritt haben sich die Trommler in den letzten Monaten intensiv vorbereitet.

    Kurt Zurfluh besuchte die Musiker in ihrem Probelokal in Küssnacht. Anfangs Juli feiern die Tambouren dann ihr 60-jähriges Jubiläum mit einer Neuinstrumentierung.

    Kurt Zurfluh

  • Kriens will ein neues Ortszentrum bauen

    In Kriens gibt es grosse Pläne für ein neues Ortszentrum.  Rund ums ehemalige Hotel Pilatus sollen ein Gemeindesaal, Büros, ein Jugendzentrum, Kulturräume und alles in allem 150 Wohnungen entstehen. Im ganzen rechnet Kriens mit Kosten von 150 Millionen Franken.

    Die Gemeinde selber beteiligt sich mit 20 Millionen.

    Romano Cuonz

  • Verständnis für Unmut der Lehrer

    Die Zentralschweizer Lehrerverbände befürchten Personalmangel. Damit der Beruf attraktiv bleibt, fordern sie mehr Lohn, maximal 27 Wochenlektionen und eine breitere Ausbildung.

    Die Präsidentin der Zentralschweizer Bildungsdirektorenkonferenz, die Nidwaldner Regierungsrätin Beatrice Jann, zeigt Verständnis und möchte die Lehrer so entlasten, dass sie sich wieder besser auf ihre Kernaufgabe Unterricht konzentrieren können.

    Karin Portmann

  • Krankenkassenprämien sollen keine Armutsfalle sein

    Das Sozialdepartement des Kantons Luzern hat eine Beschwerde eines Ehepaares gutgeheissen und somit eine wichtige Frage geklärt: Sozialämter müssen die Kosten für Krankenkassenprämien und Arztrechnungen berücksichtigen, wenn sie darüber entscheiden, ob jemand Teil-Unterstützung erhält.

    So soll verhindert werden, dass jemand, der zu einem tiefen Lohn arbeitet, schlechter gestellt ist als Menschen, die nicht arbeiten und Sozialhilfe beziehen. Eine Gesetzesänderung wird vorbereitet.

    Miriam Eisner