Arbeitslosenquote steigt auf Dreijahreshoch

Im April haben im Vergleich zum Vormonat 2000 Personen ihre Stelle verloren. Nun liegt die Arbeitslosenquote bei 3,5 Prozent, auf dem höchsten Stand seit drei Jahren.

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In der Stadt Zürich lebt jedes neunte Kind von der Sozialhilfe.

Zehn grosse US-Banken brauchen weitere 75 Milliarden Dollar Kapital.

Auch Melodien können als Marken geschützt werden, sagt das Bundesgericht.

Beiträge

  • Steigende Arbeitslosigkeit in der Schweiz

    Im April waren 136'709 Personen in der Schweiz ohne Arbeit. Das sind fast 2000 mehr als im März. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit von 3,4 auf 3,5 Prozent. Auch unter den Jugendlichen stieg die Zahl der Arbeitslosen.

    Üblicherweise sinkt die Zahl der Arbeitslosen im April aus saisonalen Gründen. Einen Anstieg im Monat April gab es letztmals vor 16 Jahren. In den Nachbarländern der Schweiz sank die Arbeitslosigkeit.

    Experten vermuten, dass im Herbst die Zahl der Arbeitslosen besonders unter jüngeren Menschen zwischen 20 und 29 Jahren steigen wird.

    Dagmar Zumstein

  • Steigender Druck auf Sozialämter

    Wenn die Zahl der Arbeitslosen weiter zunimmt, steigt auch der Druck auf die Sozialhilfe. Zürich beispielsweise rechnet damit, dass die Zahl der Fürsorgeabhängigen wieder steigt.

    In der Stadt Zürich lebt jedes neunte Kind von der Sozialhilfe. Und jeder 19. Einwohner hat im letzten Jahr mindestens einmal Sozialhilfe bezogen, wie das städtische Sozialamt mitteilte.

    Sonja Schmidmeister

  • Georg Fischer bittet Rentner zur Kasse

    Beim Schweizer Industriekonzern Georg Fischer müssen sich die Rentner an der Sanierung der Pensionskasse beteiligen. Das kommt einem Tabubruch gleich.

    Gut ein Drittel der 2100 Pensionierten erhalten ab Juni sechs Prozent weniger Rente, wie Georg-Fischer-Sprecher Christian Thalheimer einen Bericht des «Blicks» gegenüber Schweizer Radio DRS bestätigte.

    Ist das nun der Anfang einer ganzen Reihe von Firmen, die ihre Pensionskasse auf dem Buckel der Rentner sanieren? Experten geben Entwarnung.

    Priscilla Imboden

  • US-Banken brauchen zusätzliche Milliarden

    Zehn amerikanische Banken brauchen zusätzliche 74,6 Milliarden Dollar, damit sie für weitere Krisen gerüstet sind. Das zeigt der so genannte Stresstest, eine Untersuchung über die 19 grössten amerikanischen Geldinstitute.

    Mit 34 Milliarden braucht die Bank of America am meisten zusätzliches Geld. Die Banken müssen das Geld nun innerhalb eines halben Jahres auftreiben.

    Max Akermann

  • Auch eine Melodie ist eine Marke

    Auch Melodien können als Marken geschützt werden. Das Bundesgericht hat einer kurzen Melodie von sieben Tönen, die für Confiserie, Schokolade und Patisserie beansprucht wird, Markenschutz erteilt.

    Die deutsche August Storck KG, Herstellerin von Süsswaren, hatte die Melodie vor drei Jahren als Marke angemeldet. Das Institut für Geistiges Eigentum wies das Markengesuch jedoch ab, mit der Begründung, Hörmarken ohne Text seien nicht unterscheidungskräftig genug, um geschützt werden zu können.

    Das oberste Gericht entschied nun anders und gab der August Storck KG Recht.

    Alexander Sautter

  • Papst reist ins Heilige Land

    Papst Benedikt der XVI. reist für eine Woche in den Nahen Osten. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche besucht zuerst Jordanien, später reist er nach Israel und in die palästinensischen Gebiete.

    Papst Benedikt will sowohl mit jüdischen als auch mit muslimischen Führungspersönlichkeiten zusammentreffen.

    Während der Papst von einer Pilgerreise spricht, hoffen die Menschen im Westjordanland, dass er sich auch zu ihrer schwierigen Situation und der israelischen Besatzung äussert.

    Robert Stähli

  • Britische Spesenritter im Kreuzfeuer

    Die britische Tagezeitung «Daily Telegraph» listet ausführlich und genüsslich die Spesenrechnungen der britischen Politiker der letzten vier Jahre auf. Das sorgt in London für rote Köpfe.

    Abgeordnete und Minister stehen plötzlich als blosse Spesenritter da. Kreativ kämpfen sie um kleinste Beträge für Dünger, Katzenfutter oder Wohnungsrenovationen. Und das ohnehin schon angekratzte Ansehen der Politikerkaste auf der Insel wird weiter beschädigt.

    Martin Alioth

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Klaus Bonanomi