Ausgeschlossene Bündner SVP gründet eigene Partei

An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung in Landquart hat sich die SVP Graubünden zu einer neuen Partei formiert: Unter dem Namen «Bürgerliche Partei Schweiz» (BPS) wollen die aus der nationalen SVP ausgeschlossenen Bündner liberale Kräfte in der ganzen Schweiz bündeln.

Weitere Themen:

Immer mehr Bootsflüchtlinge versuchen Italien zu erreichen.

Der Lissabon-Vertrag der EU spaltet Tschechien.

Hoher Dieselpreis bedroht Existenz vieler Transporteure.

Beiträge

  • BPS statt SVP in Graubünden

    Die Schweiz hat eine neue Partei: Die von der Mutterpartei ausgeschlossene Bündner SVP will unter dem Namen «Bürgerliche Partei Schweiz» (BPS) einen Neuanfang wagen.

    Noch hat die BPS kein offizielles Parteiprogramm. Bis jetzt ist sie nicht mehr als eine Bündner Sektion, denn die nationale Partei muss erst noch gegründet werden.

    Zusammen mit Partnern aus den Kantonen Bern und Glarus will die BPS im Laufe des Sommers auf nationaler Ebene tätig werden. Doch Politologen bezweifeln die Erfolgschancen.

    Der neuen Partei gehört unter anderem Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf an. Dabei sind zudem die Bündner Nationalrätin Brigitta Gadient und ihr Nationalrats-Kollege Hansjörg Hassler.

    Kathrin Hug

  • Tödliches Geschäft mit Bootsflüchtlingen

    Vor der libyschen Küste ist ein überfülltes Schiff gesunken, das 150 Menschen nach Italien bringen sollte. Tags zuvor sind bei einer Flüchtlingstragödie vor der Küste Maltas wahrscheinlich mindestens sechs Menschen ertrunken.

    Trotz der Risiken, die mit den Überfahrten verbunden sind, hoffen immer noch schätzungsweise mehr als zwei Millionen Flüchtlinge aus Nord- und Schwarzafrika auf eine Überfahrtgelegenheit. Die frühsommerliche Wetterlage lässt das Geschäft der Menschenhändler mit den Bootsflüchtlingen wieder blühen.

    Alexander Grass

  • Transporteure vor schwieriger Zukunft

    Viele Camionneure leiden unter Existenzängsten. In ihrer Branche ist der Konkurrenzdruck gross, die Margen sind seit langem klein. Der rasant gestiegene Dieselpreis frisst nun auch noch einen Teil davon weg.

    Viele Transporteure stehen deshalb vor einer schwierigen Zukunft. Von der Politik können sie keine grosse Hilfe erwarten.

    Barbara Widmer

  • Transport auf Schiene wird beliebter

    Aus Marketing-Gründen steigen immer mehr Firmen um und transportieren ihre Waren mit der Bahn. Die hohe Treibstoffpreise begünstigen diese Tendenz.

    Wegen der Umwelt- und Energiedebatte wird mittelfristig die Schiene beliebter werden, sind Experten überzeugt. Die hohen Preise beschleunigten diesen Prozess.

    Monika Binotto

  • Tschechien zeigt sich EU-skeptisch

    Europas Spitzenpolitiker haben alle Hände voll zu tun seit dem irischen Nein zum EU-Vertrag von Lissabon. Gesucht wird nach einer konstruktiven Lösung. Doch in Tschechien stehen führende Politiker nun massiv auf die Bremse.

    Der tschechische Präsident Václav Klaus macht seit Monaten Stimmung gegen den Lissabon-Vertrag. In der grundsätzlich EU-freundlichen Bevölkerung befürchtet man sich zu blamieren, denn Tschechien übernimmt Anfang 2009 den EU-Vorsitz.

    Marc Lehmann

  • Eichholz ist noch eine Nacht lang orange

    Zwischen 600 und 700 holländische Fans haben den Campingplatz Eichholz in Beschlag genommen. Diese Horden von «Oranjes» hatte Beat Müller zu beaufsichtigen. Er ist der Chef auf dem Campingplatz Eichholz in Bern.

    Doch die Aufsichtspflicht sei ihm bisher nicht allzu schwer gefallen, meint Müller. Das Bier und das Essen hätten die Fans aus Holland mitgebracht. Zum Glück für den Wirt des Campingplatzes sei das Mitgebrachte nach zwei Tagen alle gewesen.

    Toni Koller

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Mark Livingston