Leuthard äussert sich zur Finanzkrise

Erstmals seit Zustpitzung der Finanzkrise äussert sich Wirtschaftsministerin Doris Leuthard zum Thema. Derweil sorgen sich immer mehr Kleinsparer um ihr Erspartes.

Weitere Themen:

Angesichts der Finanzkrise wird der Ruf nach Konjunkturprogrammen immer lauter.

Vor den Wahlen in Kanada müssen die Konservativen wohl mit einer Niederlage rechnen.

In Tschad ist das Projekt, die Öleinnahmen für die Armutsbekämpfung einzusetzen, gescheitert.

Beiträge

  • Leuthard nimmt Stellung

    Erstmals hat sich Wirtschaftsministerin Doris Leuthard zur Finanzkrise geäussert. Sie betonte, dass Pläne bereitlägen, um die Grossbanken allenfalls zu stützen.

    Gegenüber Schweizer Radio DRS machte sie allerdings keine konkreten Angaben, wie diese Pläne aussehen. Leuthard rechnet aber angesichts der Krise mit einem sich stark abschwächenden Wirtschaftswachstum.

    Rainer Borer

  • Literatur-Nobelpreis an Franzosen Le Clézio

    Der Literaturnobelpreis geht dieses Jahr an den Franzosen Jean-Marie Gustave Le Clézio. Er wird als «Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase» geehrt.

    Man würdige «den Erforscher einer Menschlichkeit ausserhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation», heisst es in der Begründung der Königlich-Schwedischen Akademie weiter.  Der am 13. April 1940 in Nizza geborene Autor wurde 1963 mit dem Erscheinen des Buches «Procès-verbal» bekannt. Das Werk des damals 23-Jährigen wurde für den Prix Goncourt nominiert und erhielt den Prix Renaudot. Seitdem sind über dreißig Bücher von le Clézio erschienen, darunter Erzählungen, Romane, Essays, Novellen und zwei Übersetzungen indischer Mythologie.  1980 erhielt er für «Désert» als Erster den von der Académie Française ausgeschriebenen Prix Paul-Morand.

    Ivana Pribakovic

  • Sorge um das Ersparte

    Die Finanzkrise zieht immer weitere Kreise, auch die Schweiz ist immer mehr davon betroffen. Die Menschen auf der Strasse haben ein immer mulmigeres Gefühl, wenn sie an ihr Erspartes denken.

    Nicht wenige Kleinanleger lösen derzeit ihre Konten bei den Grossbanken auf und wechseln zu den Kantonalbanken, wo der Staat für die Einlagen garantiert. Andere legen ihr Erspartes in Gold an und hoffen, dass dies sicherer sei. Bankexperten betonen derweil, das Geld auf dem Sparkonto sei in der Schweiz sicher.

    Dagmar Zumstein

  • Ruf nach Konjunkturprogramm

    Angesichts der nicht enden wollenden Finanzkrise wird immer lauter gefordert, es müssten Konjunkturprogramme lanciert werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Auch in der Schweiz.

    Denn es wird immer deutlicher, dass die Krise Auswirkungen auf die ganze Wirtschaft hat: Autowerke stehen still, Stellen werden gestrichen, Aufträge storniert.

    Allein für Europa würde ein solches Programm gemäss Heiner Flassbeck von der Uno-Organisation Unctad rund 500 Milliarden Euro kosten. Ob eine solche Aktion aber überhaupt etwas bringen würde, ist umstritten.

    Oliver Washington

  • Kanadas Konservativen schwimmen die Felle davon

    In Nordamerika werden die politischen Karten neu gemischt: Nicht nur in den USA, sondern auch in Kanada wird demnächst gewählt.

    Und zwar stehen dort nächste Eoche Parlamentswahlen an, nachdem der konservative Premierminister Stephen Harper Mitte September vorzeitige Neuwahlen angesetzt hatte. 

    Mehr als zweieinnhalb Jahre hat Harper Kanada mit einer Minderheitsregierung geführt - gegen eine gespaltene Opposition. Alle Prognosen haben ihm für die Neuwahlen sogar eine Mehrheit vorausgesagt. Doch kurz vor dem Wahltermin sieht sich Harper plötzlich im Gegenwind.

    Daniel Voll

  • Ernüchternde Bilanz der Ölförderung im Tschad

    Seit fünf Jahren gehört der Tschad zu den Erdölproduzenten. Trotzdem gehören die Menschen in dem zentralafrikanischen zu den ärmsten der Welt.

    Immerhin haben sich die Staatsfinanzen des von Konflikten und Dürren geplagten Sahel-Landes entscheidend verbessert. Die Weltbank hatte sich an der Ölförderung im Land beteiligt, allerdings unter der Bedingung, dass die Einnahmen auch zur Armuts-Bekämpfung eingesetzt würden.

    Doch die Idee, die Ressource Erdöl sozial und nachhaltig zu nutzen, ist gescheitert.

    Ruedi Küng

  • Neu im Parlament: Antonio Hodgers

    Antonio Hodgers kommt aus Genf und sitzt seit letztem Dezember für die grüne Partei im Nationalrat. In der Deutschschweiz ist er kaum bekannt, ein medialer Senkrechtstarter ist der Neu-Parlamentarier nicht.

    Seit den Wahlen im letzten Herbst hat das «Rendez-vous» Hodgers und andere Debüttanten begleitet und sie nach einer Session jeweils nach ihren Eindrücken zur Arbeit im Bundeshaus befragt.

    Dominik Meier

Moderation: Ivana Pribakovic