London schnürt zweites Rettungspaket

Die britische Regierung schnürt das zweite Rettungspaket für den Bankensektor, knüpft daran aber klare Bedingungen.

Weitere Themen:

Der Umsatz des Luxusgüter-Konzerns Richemont ist stark zurückgegangen.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch von der CDU kann dank der Hilfe der FDP an der Macht bleiben.

Die Umweltverbände machen Druck für einen wirkungsvolleren Klimaschutz im Strassenverkehr.

Beiträge

  • Zweites Rettungspaket für britische Banken

    Mit einem zweiten Bankenrettungspaket von mehreren Milliarden Pfund will die britische Regierung die kriselnden Banken gegen die Risiken ihrer faulen Kredite versichern.

    Gemäss Finanzminister Alistair Darling soll die staatliche Versicherung, für welche die Banken eine Gebühr bezahlen müssen, den Banken als Sicherheitsnetz dienen und das blockierte Kreditgeschäft wieder ankurbeln.

    Das Volumen fauler Kredite der britischen Banken wird auf 200 Milliarden Pfund (330 Milliarden Franken) geschätzt. Diese Lasten gelten als Grund dafür, dass die Banken nur noch zögerlich Kredite vergeben, wodurch Unternehmen das Geld ausgeht und ein weiterer Stellenabbau droht.

    Martin Alioth

  • Machtwechsel in El Salvador

    Am vergangenen Wochenende haben im mittelamerikanischen Land El Salvador Parlaments- und Bürgermeister-Wahlen statt gefunden. Die linke FMLN, hervorgegangen aus mehreren Guerrila-Organisationen, geht als Siegerin aus diesen Wahlen hervor.

    Toni Keppeler, Journalist und Mittelamerika-Kenner, zum Machtwechsel in El Salvador.

    Hans Ineichen

  • Umsatzeinbruch bei Luxusgüter-Konzern Richemont

    Der Umsatz des Luxusgüter-Konzerns Richemont, zu dem unter anderen die Marken Cartier, IWC und Dunhill gehören, hat von Oktober bis Dezember 2008 sieben Prozent nachgelassen.

    Durch den Einbruch im dritten und umsatzstärksten Quartal seines Ende März endenden Geschäftsjahres kommt der Luxusgüter-Konzern in den ersten neun Monaten noch auf ein Plus von drei Prozent. Zuvor konnte Richemont noch ein Umsatzwachstum von zehn Prozent verzeichnen. Gewinnzahlen veröffentlichte der Konzern keine.

    Im Communiqué spricht der Konzern von den schwierigsten Marktbedingungen, mit welchen das Unternehmen je seit seiner Gründung vor 20 Jahren konfrontiert geworden sei.

    Philippe Erath

  • Wahlsieg für Bürgerliche in Hessen

    Im deutschen Bundesland Hessen kann Ministerpräsident Roland Koch von der CDU weiter regieren. Kochs Wunsch-Koalitionspartner FDP ist die grosse Siegerin der Wahl.

    Die bürgerliche CDU konnte sich allerdings laut Hochrechnungen trotz des Debakels der SPD nicht verbessern. Kochs Partei blieb nach dem vorläufigen Endergebnis mit 37,2 Prozent nur knapp über ihrem historischen Tief von vor einem Jahr (36,8 Prozent).

    FDP rettet Koch

    Die FDP ging mit 16,2 Prozent deutlich gestärkt aus den Wahlen hervor. Sie legte um 6,8 Punkte zu und fuhr ihr bestes Ergebnis in Hessen seit 1954 ein. Der christlich-demokratische Ministerpräsident Koch kann dank der Hilfe der FDP an der Macht bleiben. CDU und FDP haben mit 66 Mandaten eine deutliche Mehrheit in dem auf 118 Sitze vergrösserten Landtag.

    Ursula Hürzeler

  • Belohnung für «saubere Autofahrer» gefordert

    Der Kauf von Autos mit niedrigem CO2-Ausstoss soll mit einem Bonus-Malus-System gefördert werden. Das ist die Forderung von WWF, Greenpeace und dem Verkehrsclub der Schweiz (VCS).

    Kaufe jemand ein Auto, dessen CO2-Ausstoss unter dem vorgesehenen Schwellenwert liegt, soll er oder sie entsprechende Emissionskredite erhalten. Diese Kredite könnten an Personen verkauft werden, die einen Wagen mit höherem CO2-Ausstoss anschaffen wollten.

    Oliver Washington

  • Nahrungsmittelindustrie will Freihandel

    Die Schweizer Nahrungsmittelindustrie verspricht sich vom Agrarfreihandel mit der Europäischen Union eine Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

    Übergangsfristen und Begleitmassnahmen werden aber als nötig erachtet. Die Schweizer Nahrungsmittelindustrie basiere heute viel zu stark auf dem auf sehr hohem Niveau gesättigten Inlandmarkt.

    «Wenn wir die Exportmärkte anschauen, die unsere Produktion nur zu rund 18 Prozent abnehmen, orten wir dafür Entwicklungsfähigkeit» sagte Rolf Schweiger, Präsident der Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittelindustrien (Fial).

    Priscilla Imboden

  • Lesbisch-schwule Marschmusik für Obama

    Zwei bis drei Millionen Menschen wollen bei der Amtseinsetzung von Barak Obama als neuer Präsident von den Vereinigten Staaten dabei sein. Für den musikalischen Rahmen sorgt unter anderem auch eine spezielle Marschmusik-Formation: die Lesbian-Gay-Freedom Band aus San Francisco.

    Max Akermann

Moderation: Curdin Vincenz, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi