OC Oerlikon stösst Esec ab

Der Schweizer Konzern OC Oerlikon verkauft das Geschäft mit Halbleitern Esec an ein niederländisches Unternehmen und streicht weitere 150 Stellen.

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Die Zusammenführung der beiden Schweizer Geheimdienste verläuft nach Plan.

Orkan Klaus hat weite Teile Südwestfrankreichs schwer verwüstet, Hunderttausende sind ohne Wasser, Strom und Telefon.

Beiträge

  • Ausverkauf bei OC Oerlikon

    Der stark verschuldete Mischkonzern OC Oerlikon stösst Esec und ein weiteres Halbleitergeschäft ab. Ziel ist die Konzentration aufs Kerngeschäft.

    Die Chamer Esec, die Oerlikon im Jahr 2000 kaufte, geht zu einem nicht genannten Preis an die niederländische BE Semiconductor (BESI). Der Abschluss der Transaktion sei für April 2009 geplant, teilte die vom russischen Milliardär Viktor Vekselberg kontrollierte Oerlikon mit. Das Geschäft mit Strukturätzen von Wafern und  Photomasken (Etch) will Oerlikon an das Management verkaufen.   Gleichzeitig mit dem Verkauf wird bei der Chipmaschinenherstellerin Esec die bereits laufende Restrukturierung ausgedehnt. Von den 280 Arbeitsplätzen in Cham  sind rund 70 betroffen. Zusätzlich werden weltweit weitere 80 Arbeitsplätze abgebaut. Auch das laufende Kurzarbeitsprogramm für 70 Beschäftigte soll um drei Monate verlängert werden.  Erst vor wenigen Tagen hatte Oerlikon den Abbau von 1000 Stellen angekündigt. Bereits im August 2008 strich der Konzern 1000 Arbeitsplätze. Seit Anfang 2008 habe Oerlikon insgesamt 2500 Stellen abgebaut.    Von der Restrukturierung besonders betroffen waren die Standorte in Deutschland, Tschechien, den USA und in Asien. Mit einem blauen Auge davon kam bisher die Schweiz: Hier wurden inklusive der am Montag angekündigten 70 Arbeitsplätze insgesamt 100 Stellen gestrichen.

    Manuel Rentsch

  • Geheimdienst-Fusion auf Kurs

    Inland- und Ausland-Geheimdienst müssen gemäss Bundesratsbeschluss enger zusammenarbeiten. Gemäss VBS-Generalsekretär Markus Seiler ist nun gar die vollständige Fusion der beiden Dienste eine wahrscheinliche Option.

    Das Verteidigungsdepartement (VBS) ist neu alleine für den zivilen Inland- und Auslandnachrichtendienst zuständig. Die  Zusammenlegung von Teilen des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP) und des Strategischen Nachrichtendienstes (SND) hatte das Parlament gefordert.   Der DAP unterstand früher dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD), während der SND in der Verantwortung des VBS war. Es gehe darum, vom Nebeneinander zur Vernetzung zu finden, sagte Seiler nun vor den Medien anlässlich einer Zwischenbilanz.

    Pascal Krauthammer

  • Unwetter-Chaos in Südwestfrankreich

    Zwei Tage nach dem Orkan «Klaus» wird langsam das ganze Ausmass der Schäden im  Südwesten Frankreichs sichtbar. Die Behörden zählten bislang insgesamt acht Tote.

    Vier Menschen hatten nach dem Ausfall der Heizung defekte Heizgeräte eingeschaltet. Sie starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung. 680 000 Haushalte sind den dritten Tag in Folge ohne Elektrizität, Hunderttausende warten auf die Reparatur von Wasserleitungen und Telefonanschlüssen.

    In mehreren Departementen blieben alle Schulen geschlossen, weil Strassen unpassierbar sind und Strom und Heizung fehlen. Die Regierung mobilisierte das Militär, um bei den Räumarbeiten zu helfen.

    Philipp Scholkmann

  • Tausende ohne Obdach in Gaza

    Der Krieg im Gazastreifen hat Tausende zu Obdachlosen gemacht. Viele haben in Schulhäusern Zuflucht gesucht, die nun aber wieder für den Unterricht gebraucht werden.

    Der Schulbetrieb ist wieder aufgenommen worden und Tausende  müssen ein weiteres Mal nach einer vorläufigen Bleibe suchen.

    Mehr als Hundert Obdachlose sind beispielsweise in einem Jugendzentrum untergebracht, in Jebalyia im Norden des Gazastreifens.

    Robert Stähli

  • Abstimmungssieg für Morales

    Boliviens linksgerichteter Präsident Evo Morales hat bei der Volksabstimmung über eine neue Verfassung einen Sieg errungen.

    Landesweit votierten Nachwahlbefragungen zufolge rund 60 Prozent der Wähler für seinen Vorschlag, der unter anderem mehr Rechte für die indianische Bevölkerung vorsieht.

    Aber auch die Vertreter der Opposition werteten das Wahlergebnis als Erfolg: In vier der neun Provinzen überwogen die Nein-Stimmen. Das zeigt, wie tief das Land nach dem Urnengang gespalten ist.

    Ulrich Achermann

Moderation: Ivana Pribacovic, Redaktion: Marc Livingston