Rekordverluste an den Börsen

Der Absturz der Aktienmärkte geht weiter. Die wichtigsten Börsenindizes fallen weiter, die Analysten sind ratlos.

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Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den Uno-Vermittler im Kosovo-Konflikt, Martti Ahtisaari.

Libyen zieht alle seine Gelder aus der Schweiz ab.


Beiträge

  • Anleger nicht nur von Angst getrieben

    Die Verluste an den globalen Börsen sind gewaltig. Seit Anfang Oktober gingen 4000 Milliarden Dollar verloren. Erinnerungen an den Börsenkrach der 1920er-Jahre werden wach. Er endete in der grossen Depression.

    Trotz milliardenschwerer Rettungspakete, Finanzspritzen und trotz der koordinierten Zinssenkungen herrscht an den Börsen Panik. Es fehlt das Vertrauen. Laut Experten könnten nur Interventionen der Regulierungsbehörden die Talfahrt der Börsen aufhalten.

    Der Ausverkauf an den Börsen sei jedoch nicht nur auf den Herdentrieb zurückzuführen. Denn die Börse gelte immer auch als Vorbote wirtschaftlicher Entwicklungen, und die sähen laut Experten gar nicht rosig aus.

    Markus Mugglin

  • Isländer vor unsicherer Zukunft

    In Island hat der Zusammenbruch des Bankensystems massive Konsequenzen. Den gut 320 000 Isländerinnen und Isländern droht ein hoher Preis für Jahre der staatlichen Deregulierung.

    Welche Konsequenzen der Zusammenbruch des isländischen Bankensystems genau nach sich ziehen wird, ist zwar noch nicht klar. Fest steht jedoch bereits heute, dass viele Isländerinnen und Isländer ihren Arbeitsplatz und ihr Geld verlieren werden.

    Wegen der internationalen Finanzkrise steht Island vor dem Staatsbankrott. Am Donnerstag wurde die letzte grosse Bank des Landes verstaatlicht.

    Kaum ein Land hatte in den letzten Jahrzehnten so stark von der Globalisierung profitiert wie Island. Aus einem armen Land wurde eines der reichsten der Welt, dies vor allem, weil die Finanzbranche wuchs und wuchs. Umso heftiger wird das Land nun von der weltweiten Finanzkrise durchgeschüttelt.

    Bruno Kaufmann aus Reykjavik

  • Finanzkrise ist auch Vertrauenskrise

    Die Zuspitzung der Krise auf den globalen Finanzmärkten ist unter anderem auch auf den Vertrauensverlust zwischen den Banken zurückzuführen. Nationalbanken springen in die Lücke und vermitteln.

    Die Geschäftsbanken leihen sich kein Geld mehr, dem Markt fehlt es an Liquidität. Seit Monaten stellen deshalb die Notenbanken den Geschäftsbanken Geld zur Verfügung. Aber die Milliardenbeträge haben nicht ausgreicht, den Markt zu stabilisieren.

    Urs Siegrist

  • Ahtisaaris Nobelpreis freut Kosovaren

    Martti Ahtisaari, der frühere Präsident Finnlands, erhält den Friedensnobelpreis. Er wird für seine Vermittlerdienste in verschiedenen Konfliktgebieten, unter anderem auch in Kosovo, ausgezeichnet.

    Mehrere Jahre galt der 71-jährige Ahtisaari als absoluter Top-Favorit für den Friedensnobelpreis, doch immer wieder scheiterte er knapp.

    Nun hat er den berühmten Preis aus Oslo doch noch bekommen. Und das, obwohl sein letzter grosser Einsatz als Krisenmanager 2006 für Kosovo nicht unbedingt von Erfolg gekrönt war.

    Die Frage an Osteuropa-Korrespondent Walter Müller: Warum erhält Ahtisaari den Nobelpreis genau jetzt?

    Ivana Pribakovic

  • Libyen straft Schweiz mit Geldabzug

    Libyen wird Guthaben von insgesamt sieben Milliarden Dollar von Schweizer Banken abziehen. Damit erhöht das Land den Druck, nachdem es schon die Öllieferungen an die Schweiz gestoppt hatte.

    Libyen protestiert damit gegen die «schlechte Behandlung von Diplomaten und Geschäftsleuten in der Schweiz», wie die staatliche libysche Nachrichtenagentur Jana meldet. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Schweiz soll vorerst beendet werden.

    Mitte Juli Monaten war Hannibal Gaddafi, ein Sohn des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi, in Genf von der Polizei festgenommen und zusammen mit seiner schwangeren Frau für zwei Tage ins Gefängnis gesteckt worden.

    Dieter Kohler

  • Cannabis legalisieren?

    In der Schweiz soll Kiffen legalisiert werden. Das fordern die Initianten der Hanf-Initiative, über die am 30. November abgestimmt wird.

    Wenn eine Mehrheit der Stimmberechtigten der Initiative zustimmt, soll Cannabis legal in Läden verkauft und nicht mehr heimlich auf dem Schwarzmarkt den Besitzer wechseln.

    Christine Wanner

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Sabine Manz