Ständerat sagt Ja zu Kredit für IWF

Schweizer Steuermilliarden für das Ausland: Mit 12,5 Milliarden Franken für den Internationalen Währungsfonds IWF will der Ständerat die Weltwirtschaft stützen.

Weitere Themen:

Staatlicher Schutzschirm für das Buch: Der Nationalrat will die Buchpreise wieder verbindlich regeln.

Doppelter Fallschirm für die Schweizer Wirtschaft: Swissmem-Präsident Schneider-Amman verlangt Hilfe von Staat und Banken.

Bombenanschlag in der pakistanischen Stadt Lahore: Die mindestens 40 Toten und hunderte von Verletzten sollen die Taliban zu verantworten haben.

Beiträge

  • Schweizer Steuermilliarden für den IWF

    Die Schweiz soll den Internationalen Währungsfonds (IWF) zusätzlich mit 12,5 Milliarden Franken unterstützen. Das hat der Ständerat gegen den Willen der SVP beschlossen.

    Diese argumentierten, der Kredit sei nicht dringlich. Sie fragten sich zudem, ob sich der Bundesrat nicht zu rasch dem internationalen Druck gebeugt habe.

    Géraldine Eicher

  • Schwerindustrie verlangt Hilfe bei Kreditversorgung

    Der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie geht es noch schlechter als befürchtet. Johann Schneider-Amman, der Präsident des Branchenverbands Swissmem, fordert nun Unterstützung vom Staat und Banken.

    Unter anderem geht es um einen Fonds in Milliardenhöhe. Dieser sollte von den Banken und der Industrie selbst gespiesen werden, «möglicherweise mit der Unterstützung der Nationalbank».

    Mit dem Geld aus dem Fonds sollten grössere Firmen schnell zu Kapital kommen, mit dem sie die aktuelle Durststrecke überdauern und sich auf die spätere Aufschwungphase vorbereiten können, sagte Schneider-Ammann am Rand eines Treffens in Brüssel.

    Thomas Oberer

  • Hilfsfonds für Schwerindustrie ist ein Tabubruch

    Mehr Bürgschaften und ein milliardenschwerer Fonds für die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, das kommt einem Tabubruch gleich. Denn es handelt sich um die wichtigste Industrie des Landes, die nun massive Unterstützung mit Hilfe des Staates fordert.

    Mehr Chancen dürfte der zweite Vorschlag von Swissmem-Präsident Johann Schneider-Amman haben, wonach die kriselnde Branche mit Bürgschaftsgenossenschaften unterstützt werden soll.

    Markus Mugglin

  • Staatlicher Schutzschirm für das Buch

    Bücher sind keine normalen Gebrauchsgüter, deshalb sollen die Preise für Bücher künftig wieder verbindlich geregelt werden. Das hat der Nationalrat entschieden und sich damit gegen den Antrag des Bundesrats gestellt. Die Vorlage geht nun in den Ständerat.

    Vor zwei Jahren hatte das Parlament die festen Verkaufspreise für Bücher aufgehoben. Die Diskussion, ob Bücher nicht doch ein Kulturgut seien, das einen Preisschutz braucht, ging weiter. Auch weil auf dem liberalisierten Markt nur Bestseller wirklich billiger geworden sind, alle anderen Bücher aber tendenziell teurer.

    Dieter Kohler

  • Pakistan befürchtet Ausbreitung des Konflikts im Swat-Tal

    Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ist in Lahore, der zweitgrössten Stadt Pakistans, eine Autobombe explodiert.

    Lahore ist weit weg vom Swat-Tal, wo die pakistanische Armee nach eigenen Angaben die Taliban besiegt hat, die dort zwei Jahre lang das Sagen hatten.

    In Pakistan wird nun befürchtet, dass der Konflikt vom Swat-Tal in die Städte getragen wird.

    Ruedi Mäder

  • Jura lanciert Projekt gegen Übergriffe auf Sportfans

    Um sexuelle Übergriffe auf minderjährige Sportfans zu verhindern, müsse man bei den jungen Spielern ansetzen, sagt die Erziehungsdirektion des Kantons Jura. Sie hat deshalb in den Klassen mit angehenden Spitzensportlern ein Präventionsprojekt lanciert.

    Spitzensportler, die sexuelle Kontakte mit minderjährigen Fans haben: Der FC Thun und auch der Hockeyklub La-Chaux-de-Fonds waren wegen sexueller Übergriffe auf Minderjährige Anhänger in die Schlagzeilen geraten. Die Täter waren meist Nachwuchsspieler, viele unter 20 Jahre alt.

    Patrick Mülhauser

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Curdin Vincenz