Umdenken bei der UBS

Die UBS reagiert auf die Milliardenverluste und führt ab 2009 ein neues Lohnsystem ein. Demnach sollen die Top-Manager bei gutem Geschäftsgang mit Boni belohnt, bei Verlusten mit Mali bestraft werden. Eine Obergrenze für Löhne wollte die Grossbank allerdings nicht festlegen.

Weitere Themen:

Die führenden Wirtschaftsmächte haben Reformen für die Finanzwelt beschlossen und die Schweiz war nicht dabei.

Der Autobauer Opel hofft auf eine Bürgschaft des deutschen Staates.

Die Fussball-Europameisterschaft hat wirtschaftlich nicht so viel gebracht wie erwartet.

Beiträge

  • UBS beschliesst Kurswechsel bei Managerlöhnen

    Die UBS reagiert auf den öffentlichen Druck und will die Entlohnung ihrer Manager reformieren. UBS-Aktien erhalten die Topmanager erst nach drei Jahren, bei der variablen Barvergütung wird zunächst maximal ein Drittel ausbezahlt.

    Der Rest soll in einem Sperrkonto einbehalten werden und den künftigen Geschäftsrisiken ausgesetzt bleiben. Der Bonus werde nur ausbezahlt, wenn die Bank und ihre Unternehmensbereiche auch in den folgenden Jahren erfolgreich seien.

    Gibt es noch weitere wichtige Neuerungen? Werden weitere ehemalige Topmanager dem Beispiel des ehemaligen UBS-Chefs Peter Wuffli folgen und ihre Boni zurückzahlen? Ivana Pribakovic im Gespräch mit Wirtschaftsredaktorin Eveline Kobler.

  • Wirtschaftswunder nach Euro 08 bleibt aus

    Die Euro 08 wird wirtschaftlich betrachtet keine langfristigen Auswirkungen haben. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Sport (Baspo) in einer Studie.

    Die Autoren weisen allerdings daraufhin, dass die Euro 08 damit im Bereich dessen liege, was im Vorfeld vorhergesagt wurde. Der Gesamtumsatz des Fussballfestes habe knapp 1,5 Milliarden Franken betragen, die Bruttowertschöpfung liege bei rund 870 Millionen Franken.

    Positiv äusserten sich in der Studie vor allem die vielen Freiwilligen, die an der Euro 08 arbeiteten. Durchwachsen fallt hingegen die Bilanz der Hotelliers aus.

    Alexander Sautter

  • Rentner werden leicht gemacht

    Die Schweizer stimmen am 30. November unter anderem über die AHV-Initiative ab, die auch Arbeitnehmern mit kleinen Einkommen eine Frühpensionierung ermöglichen will. Bei der Entscheidung, vorzeitig in Rente zu gehen, spielt aber häufig gar nicht nur die AHV eine Rolle.

    So gibt es bei der zweiten Säule, der Pensionskasse, bereits jetzt schon flexible Modelle: Viele Männer gehen vor 65, viele Frauen vor 64 in Pension.

    Herauszufinden, was für jeden und jede selbst das beste Modell ist, braucht viel Vorbereitung - und vor allem Rechenkünste. Viele angehende Rentnerinnen und Renter sind dankbar für Ratschläge, so entsprechende Seminare sind deshalb oft gut besucht.

    Dominik Meier

  • Exiltibeter beraten in Dharamsala

    Im nordindischen Dharamsala haben Beratungen der im Exil lebenden Tibeter begonnen. Sie wollen während des einwöchigen Treffens eine neue Strategie festlegen, wie der Kampf um mehr Selbstbestimmung in Zukunft geführt werden soll.

    Dalai Lama nicht dabei

    Die Konferenz wurde vom Dalai Lama einberufen, dem geistlichen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. Er lebt in Dharamsala im Exil und hatte sich nach jahrelangen und letztlich ergebnislosen Verhandlungen mit China sehr enttäuscht gezeigt. Der Dalai Lama wird an dem Treffen allerdings nicht teilnehmen.

    Die tibetische Exilregierung rief zu Beginn zu einer freien und offenen Diskussion auf. Dabei müssten neue Ideen für die Verwirklichung der gemeinsamen Ziele entwickelt werden, nachdem wiederholte Versuche zur Aufnahme eines Dialogs mit China gescheitert seien.

    Brigitte Zingg

  • Schweiz will bei Reform des Finanzsystems mitreden

    Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, die G-20, haben sich bei ihrem Gipfel in Washington auf eine Reform des Finanzsystems geeinigt. Die Schweiz war nicht beim Gipfel dabei, will bei der Reform aber dennoch mitreden.

    Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) kündigte bereits am Wochenende an, das am Gipfel verabschiedete Papier im Detail anschauen zu wollen. Reformen, die zu einer globalen Kontrolle der Finanzmärkte führen könnten, seien begrüssenswert, sagte ein EFD-Sprecher. Die Schweiz lege das Schwergewicht auf die Folgearbeiten, in die sie sich als einer der führenden Finanzplätze und als Mitglied des Internationalen Währungsfonds (IWF) einschalten wolle.

  • Krisengipfel für deutschen Autobauer Opel

    In Deutschland berät die Regierung über mögliche Staatshilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel. An dem Treffen im Kanzleramt nehmen auch Vertreter von Opel teil.

    Finanzminister Peer Steinbrück kündigte vor dem Treffen an, staatliche Hilfen für Autobauer solle es nur in Ausnahmefällen geben. Er wolle vermeiden, dass später auch «alle möglichen Trittbrettfahrer ebenfalls zur Bundesregierung kommen» und um Hilfe bitten. Steinmeier sagte, er erhoffe sich von dem Treffen genauere Informationen über die finanzielle Lage bei Opel.W as man bislang erfahren habe, sei zum Teil widersprüchlich.

    Ursula Hürzeler

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Oliver Washington