Uno will 2,5 Milliarden Dollar für Nahrungsmittel

Der Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sorgt sich um die Lebensmittelknappheit und verlangt Geld zur Nothilfe.

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Die Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit einem Lächeln angereist, doch sie bespricht mit dem Bundesrat ernsthafte Probleme.

Der Basler Spezialchemiekonzern Ciba startet schlecht ins neue Jahr. 

Die SVP trifft die Sorgen der Leute: Laut einer Studie hat sie deshalb die Wahlen 07 gewonnen.  

Beiträge

  • Uno fordert mehr Geld für Hungernde

    Die Uno will rasch 2,5 Milliarden Dollar für Nahrungsmittelhilfe bereitstellen. Das hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, in Bern bekannt gegeben.

    Die dramatische Erhöhung der Nahrungsmittelpreise stelle eine beispiellose Herausforderung für die Weltgemeinschaft dar, sagte Ban Ki Moon bei dem Treffen mit den Chefs von 27 Uno-Organisationen.

    Es handle sich um eine komplexe Krise: Energiepreise, Agrarsubventionen, die gestiegene Nachfrage nach Nahrungsmitteln, schlechtes Wetter, Hamstern und Panikkäufe kämen zusammen.

    Erstes Ziel der Uno sei es, den Hunger zu bekämpfen, so Ban Ki Moon weiter. Er appellierte deshalb an die internationale Gemeinschaft, 755 Millionen Dollar in das Welternährungsprogramm der Uno einzuschiessen. Die Landwirtschaftsorganisation der Uno ersuchte er um 1,7 Milliarden Dollar für die ärmsten Länder.

    Markus Mugglin

  • Junge wählten Rechts

    Die SVP hat die Parlamentswahl vom 21. Oktober 2007 gewonnen, weil sie ihr Wählerpotenzial viel besser ausgeschöpft hat als die Konkurrenz. Das sagt die grosse Selects-Wahlstudie.

    Über 4000 Wählerinnen und Wähler wurden in der Studie gefragt, warum sie welche Partei gewählt hatten. Die Auswertung zeigt zum Beispiel, wie die verschiedenen Altersgruppen und sozialen Gruppen sich entschieden.

    In der Studie wird auch ersichtlich, was SVP und Grüne richtig und was die anderen Parteien falsch gemacht hatten.

    Lukas Schmutz

  • Merkel zur Beziehungspflege angereist

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem Kurzbesuch in Bern eingetroffen. Auf dem Programm stehen intensive Beratungen, bei denen es vor allem um die Verbesserung der Beziehungen geht.

    Themen dürften neben dem Dauerstreit um die Lärmbelästigung über Süddeutschland durch den Flughafen Zürich auch Steuerfragen sein.

    Zur Zeit diskutiert Merkel mit den Bundesräten Pascal Couchepin, Moritz Leuenberger, Hans-Rudolf Merz und mit Aussenminsterin Micheline Calmy-Rey im Lohn bei Kehrsatz. Am Nachmittag wird Merkel das internationale Kernforschungszentrum Cern in Genf besuchen.

    Danièle Hubacher im Gespräch mit Pascal Krauthammer und Deutschland-Korrespondentin Ursula Hürzeler

  • Ciba im Gegenwind

    Hohe Rohstoffkosten, ein schwacher Dollar und die abgekühlte Konjunktur machen dem Basler Chemiekonzern Ciba zu schaffen. Im ersten Quartal sank der Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 51 Prozent auf 37 Millionen Franken.

    Mit diesem Ergebnis hat die Ciba enttäuscht. Die Aktien sackten an der Börse regelrecht ab. Sie standen zeitweise bis zu 13 Prozent im Minus.

    Barbara Widmer

  • Mehrere Länder stoppen Reis-Exporte

    Wegen der explodierenden Preise für Reis haben Reis-Exporteure wie Indien und Vietnam die Ausfuhren beschränkt. Diverse asiatische Länder wären aber auf die Lieferungen angewiesen, um Hungerkatastrophen zu verhindern. 

    Die Reispreise haben sich wegen einer gestiegenen weltweiten Nachfrage bei gleichzeitigen Ernteausfällen in den vergangenen 18 Monaten verdreifacht.

    Eine Tonne Reis aus dem grössten Exportland Thailand kosten derzeit 1050 Franken. Während Thailand erklärt hat, die Ausfuhrmenge werde nicht begrenzt, haben Kambodscha und Vietnam solche Obergrenzen eingeführt, um zunächst die eigene Bevölkerung zu versorgen.

    Asien-Korrespondent Peter Achten

Moderation: Danièle Hubacher, Redaktion: Klaus Bonanomi