Bergbauernleben

Jahr für Jahr gehen tausend Bauernhöfe ein. Jakob Squarattis Betrieb drohte das gleiche Schicksal. Erst als sein Neffe Yannick Interesse signalisierte, schöpfte der Bergbauer wieder Hoffnung.

Im Zwischbergental im Kanton Wallis gab es früher zwölf Bauernbetriebe, jetzt nur noch einen. «Viele Bauern haben Probleme, einen Nachfolger zu finden», sagt Jakob Squaratti. Besonders Bergbauern. Lange sah es so aus, als ob auch sein Betrieb keine Zukunft hätte. Denn er ist kinderlos. Dass sein 20-jähriger Neffe Yannick inzwischen Interesse signalisierte, ist für den 60-jährigen Jakob Squaratti «wie ein Sechser im Lotto».

Das Zwischbergental ist exemplarisch für den Strukturwandel in unserer Landwirtschaft. Dieser wird sich gemäss den Projektionen von Agroscope «mit gleichbleibendem Tempo fortsetzen». Jedes Jahr werden demnach 1000 Betriebe ihre Arbeit einstellen. Besonders betroffen sind die kleinen sowie die Bergbetriebe. Diejenigen, die überleben, wachsen indes. Jakob Squaratti konnte in den vergangenen Jahren laufend neues Land, das nicht mehr bewirtschaftet wurde, dazu pachten. So sind 50 Hektaren zusammengekommen.

Reporter Simon Christen berichtet über Menschen, von denen es offenbar immer weniger gibt – über Menschen, die unter anderem bereit sind, auch am siebten Tage nicht zu ruh’n.

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