Herr Fazliji wird Millionär – Chronologie eines steilen Aufstiegs

  • Sonntag, 23. September 2018, 21:50 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 23. September 2018, 21:50 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 24. September 2018, 5:45 Uhr, SRF 1
    • Montag, 24. September 2018, 15:25 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 26. September 2018, 15:05 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 27. September 2018, 8:30 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 27. September 2018, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 28. September 2018, 16:00 Uhr, SRF info

Enver Fazliji hat im Alter von 32 Jahren schon mehr erreicht als viele in einem ganzen Leben. Ein bisschen Glück brauche man schon, sagt er, aber vor allem unternehmerisches Talent, Mut und Fleiss. Damit gelang dem Sohn eines albanischen Saisonniers ein steiler Aufstieg.

Enver Fazliji wurde im Presevo-Tal geboren. Das ist eine albanische Enklave auf serbischem Gebiet. Dort verbrachte er seine ersten sechs Lebensjahre. Dann holte sein Vater, der als Saisonnier in die Schweiz gekommen war, ihn und seine zwei Brüder nach. Fazliji machte eine Lehre als Sachbearbeiter und gründete mit 19 seine erste Firma: ein muslimisches Bestattungsunternehmen. Das war der Anfang eines steilen Aufstiegs.

Er arbeitet und arbeitet – als ob ihm die Armut dicht auf den Fersen bliebe. Er baute sein Bestattungsunternehmen auf und arbeitete parallel noch sechzig Prozent als Sachbearbeiter. Bis er den Eindruck hatte, es läge noch mehr drin. Also stieg er zusätzlich ins Immobiliengeschäft ein. Er begann Grundstücke zu kaufen und die Planung eines Projektes bis zur Baugenehmigung voranzutreiben, um dann alles an einen Generalunternehmer zu verkaufen – selbstverständlich mit gutem Gewinn.

Reporter Simon Christen hat Enver Fazliji fünf Jahre lang begleitet und seinen steilen Aufstieg dokumentiert. Man müsse risikofreudig sein, sagt Fazliji, und bereit sein, auf vieles zu verzichten. Er ordnet dem Erfolg nicht alles, aber vieles unter. Sein Fazit: «Vielleicht braucht man auch ein bisschen Glück im Leben, aber es geht eigentlich mehr um Fleiss und harte Arbeit.»