Jolanda Spiess-Hegglin und ihr Ruf

  • Sonntag, 27. November 2016, 21:50 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 27. November 2016, 21:50 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 28. November 2016, 4:45 Uhr, SRF 1
    • Montag, 28. November 2016, 14:25 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 1. Dezember 2016, 7:55 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 1. Dezember 2016, 9:35 Uhr, SRF info

Die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin kehrt der Politik den Rücken: Zwei Jahre nach der schlagzeilenträchtigen Nacht gibt sie per Ende Jahr ihr Amt auf. Mit ihrem neu gegründeten Verein «#NetzCourage» will sie anderen Mobbingopfern helfen.

Eine schicksalshafte Nacht brachte das Ende – ihrer Politkarriere, ihres Ansehens, ihrer Normalität. Plötzlich kannte jeder ihren Namen und die Frage «Opfer oder Lügnerin?» beschäftigte praktisch die ganze Nation. War es sexueller Missbrauch unter Einfluss von K.O.-Tropfen oder einvernehmlicher Sex? Die staatsanwaltschaftlichen Untersuchen wurden eingestellt. Bewiesen ist bis heute nichts. Und doch hat die Gesellschaft geurteilt.

In Briefen, Mails und Kommentaren wird die dreifache Mutter zwar auch unterstützt, aber meist hemmungslos beschimpft – bis heute. Und bis heute verteidigt Jolanda Spiess-Hegglin ihre Version der Geschehnisse an der Zuger Landammannfeier. Es ist ihr verzweifelter Ruf nach Anerkennung.

Reporterin Vanessa Nikisch hat Jolanda Spiess-Hegglin die letzten zwei Jahre mehrmals getroffen. Dabei ging es nicht um die Frage, was in dieser Nacht wirklich geschah, sondern wie die 36-Jährige ihre familiäre und politische Zukunft retten will.