Tattoo

Der Körper als Tagebuch. Eine Reportage hautnah an Menschen, welche sich Stationen des Lebens tätowieren lassen.

Marco Imhof, Hoteldirektor eines renommierten Berghotels oberhalb von St. Moritz, liess sich einen tellergrossen Totenschädel auf die Schulter stechen. Als Mahnmal für eine düstere, schwere Zeit in seinem Leben.

Andere wiederum wollen glückliche Momente festhalten. So auch Sandy Vos. Als 18jährige liess sie sich ihr erstes Tattoo machen. Es folgten viele weitere. Heute, mit 40, will sie ihre wichtigste und zugleich letzte Tätowierung stechen lassen. Es ist ein Versprechen sich und einem anderen gegenüber.

Am Körper des 16jährige Mischa Rudin prangen Portraits seiner Liebsten. Er, ein wortkarger junger Mann, kommuniziert so gegen aussen, zeigt mit den Tattoos, was ihm wichtig ist.

Tätowieren als Verarbeitung. Nebst dem seelischen auch den körperlichen Schmerz durchleben, um abschliessen zu können. Ob das gelingt? Reporterin Vanessa Nikisch traf im Tattoo-Studio auf Menschen mit speziellen Geschichten.