Kirchenmusik monumental: Anton Bruckner

Nicht dass sich Richard Wagner als besonders gläubiger Katholik hervorgetan hätte, aber es war tatsächlich die Oper Tannhäuser, die Anton Bruckner zu seiner ersten Messe d-moll inspiriert hat.

Eine Oper als Inspiration für geistliche Musik? Nicht ganz so abwegig, wenn man bedenkt, dass das Thema Erlösung, Vergebung von Schuld, im «Tannhäuser» zentral ist. Dazu kommt die rein musikalische Nähe zwischen Wagner und Bruckner. Übers ganze Lebenswerk hinweg betrachtet kann man sagen: Was für Wagner die germanische Götterwelt, das war für Bruckner die katholische Mystik.

Anton Bruckner schaffte mit dieser Messe Nr. 1 d-moll den endgültigen Durchbruch als Komponist. Sie wurde ein Riesenerfolg, sowohl bei den gefürchteten Kritikern als auch beim Publikum.

Anton Bruckner
Messe Nr. 1 d-Moll
Luba Orgonásová, Sopran
Bernarda Fink, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Eike Wilm Schulte, Bass
Monteverdi Choir
Wiener Philharmoniker
Ltg: John Eliot Gardiner

Am 10. August wäre sie 100 Jahre alt geworden, die französische Organistin Marie-Claire Alain (vor 3 Jahren ist sie gestorben). Alains besondere Liebe galt dem Orgelwerk von Johann Sebastian Bach, das sie 3 mal komplett auf Tonträger eingespielt hat.

Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge C-Dur BWV 547
Marie-Claire Alain, Orgel

Gespielte Musik

Redaktion: Valerio Benz