Pilgerwege II: Von Frankreich nach Spanien

Nachdem die Pilger die deutschsprachigen Länder durchschritten haben, führt sie der Jakobsweg durch den Süden Frankreichs.

Zu den alpenländischen Pilgern stossen provenzalische und französische hinzu, es erklingen Lieder der Trobadors und Trouvères, die von wundersamen Geschichten des Jakobswegs und der Frömmigkeit der Pilger berichten.

Noch vor Erreichen der Pyrenäen stösst der Weg der englischen Pilger auf den Hauptstrom der Reisenden, und deren Lieder mengen sich in das Repertoire, bevor sie das Zwischenziel Montserrat erreichen. Dort wird das bereits babylonische Sprachgewirr angereichert durch lokale Lieder, die das näher rückende Santiago ankündigen.

Katalonische, spanisch-kastilische und galizische Lieder beginnen das Klangbild zu beherrschen, bis schliesslich am Ziel der weiten Reise die Lingua franca aller Pilgerströme den Lobpreis des Heiligen Jakob übernimmt und die Scharen auf Latein lobpreisen und danksagen.

Die gespielten Stücke:

Guiraut Riquier: Jesu Crist

Guiraut Riquier:  Can lo rius de la fontana

Anonym (14. Jh.): Wer das ellent bauen well - 2

Traditionell: El sol ya se va a poner - Todo lo cria la tierra

Anonym (13. Jh.): Stampida sirana

Giovanni Cantarini/ Jacopo da Lentini (tätig 1210-60): Maravigliosamente

Anonym (England 13. Jh.): Bryd one brere

Anonym (13. Jh.): Clausula

Gregorianisch (12. Jh.): Offertorium Angelus Domini

Martin Codax (13. Jh.): Mandad ei comigo

Anonym (13. Jh.): Stampida Codaxa

Ensemble Leones:

Ana Arnaz Gesang, Perkussion
Giovanni Cantarini Gesang
Tobie Miller Drehleier, Flöten, Gesang
Baptiste Romain Fidel, Crwth
Marc Lewon Laute, Vielle, Gesang, Leitung

Gespielte Musik