«Ticino»

Nur schon beim Wort «Ticino» kommt ein Gefühl von Sommerferien auf. Der gleichnamige Walzer stammt vom gebürtigen Italiener Bruto Mastelli. Sein Herz schlug anscheinend nicht nur für den Kanton Tessin, sondern auch für den Fussball. So komponierte er nämlich auch die Hymne des FC Lugano.

Typische Tessiner Häuser im rustikalen Stil.
Bildlegende: Symbolbild. zVg

Bruto Mastelli kam 1878 in der norditalienischen Gemeinde Ficarolo zur Welt. Er studierte Klarinette in Bologna und zog 1914 nach Lugano. Dort lebte und wirkte er bis zu seinem Tod 1962.
Mastelli spielte im Kursaal-Orchester Lugano, dirigierte mehrere Blas- und Kirchenorchester und komponierte auch selber. Über die Wintermonate war er in St. Moritz engagiert und hatte ebenso einen festen Platz im Tessiner Radio-Orchester.
Sein Werk als Komponist umfasst Literatur für Orchester und Blasorchester, Kirchenmusik, Vokal- und Kammermusik. Seine Faszination für den Fussball drückte er sowohl in einer Operette namens «Goal», als auch in der Hymne «Inno Biancho Neri» aus. Diese wurde zur offiziellen Hymne des FC Lugano erklärt.
Der Walzer «Ticino» wurde am 26. Oktober 1954 für die «Sammlung Dür» eingespielt. Bei den entsprechenden Musikern handelt es sich um eine Auswahl des Tessiner Radio-Orchesters unter der Leitung von Bruto Mastelli persönlich.

Autor/in: daue, Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Dani Häusler