Roger Schawinski im Gespräch mit Kurt Pelda

  • Montag, 11. September 2017, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 11. September 2017, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 12. September 2017, 3:30 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 12. September 2017, 8:25 Uhr, SRF info
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    • Sonntag, 17. September 2017, 14:30 Uhr, SRF info

Sind Hilfsorganisationen mitverantwortlich für das Schleppergeschäft? Die einst unbestrittenen privaten Helfer im Mittelmeer sind kürzlich in Verruf geraten. Zu Recht, findet Kriegsreporter Kurt Pelda.

Laut der Europäischen Agentur für Grenz- und Küstenwache (Frontex) kooperierten NGOs mit Schleppern, um Flüchtlinge nach Europa zu schaffen. Beweise gibt es für die Vorwürfe bis dato zwar keine, dennoch haben die meisten Hilfsorganisationen ihre Boote aus dem Meer gezogen. Grund dafür waren die Drohungen der libyschen Küstenwache, die Helfenden notfalls mit Gewalt an Aktionen vor der libyschen Küste zu hindern. Statt nach Italien werden die Menschen nun in libysche Lager zurückgeschifft, was einen starken Rückgang der Migrantenströme zur Folge hat.

Kurt Pelda, langjähriger Kriegsreporter, hat zuletzt mit seiner Recherche über den Bieler Imam Abu Ramadan Aufsehen und Gemüter erregt. Kaum ein anderer Schweizer Journalist kennt sich besser aus mit den Krisenherden als er. Pelda stört sich an der gängigen Praxis im Mittelmeer: «Schlepper bekämpfen bringt überhaupt nichts», sagt er.

Wenn nicht der Militäreinsatz vor der Küste Libyens, was kann den Menschenschmugglern dann langfristig das Handwerk legen? Und welche Beweise veranlassen Pelda, Kritik an den Hilfsorganisationen zu üben? Roger Schawinski fragt nach.