Roger Schawinski im Gespräch mit Mario Babini

  • Montag, 8. Februar 2016, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 8. Februar 2016, 22:55 Uhr, SRF 1
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    • Dienstag, 9. Februar 2016, 3:35 Uhr, SRF 1
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Mario Babini machte als «Messerfuchtler» schweizweit Schlagzeilen. Wegen eines Vorfalls in einer Bar sass er 101 Tage in Untersuchungshaft. Nun ist ausgerechnet er der wichtigste Politiker im Zürcher Gemeinderat. Wie kam es dazu?

Im Sommer 2014 geriet bei Mario Babini alles aus den Fugen: Der Finanzanalyst und Zürcher Gemeinderat machte dumme Sprüche und legte sich mit dem Barkeeper der Zürcher Bederbar an. Der «Blick» schrieb, Babini habe dem Barkeeper gedroht, ihn aufzuschlitzen. Die Boulevardzeitung schöpfte gar ein Wort für Babini: «Messerfuchtler». Am selben Abend wartete die Polizei bei Babini zu Hause und nahm ihn mit. 101 Tage Untersuchungshaft folgten, über die Babini ein Buch schrieb. Es erschien im letzten Herbst.

Ein Gutachten bestätigt im Nachhinein: Der 59-Jährige hat sich in einer manischen Phase befunden. Babini war nicht schuldfähig. Der geplante Prozess gegen ihn platzte. Doch die SVP, seine Partei, hat ihn schon vorher aus der Fraktion ausgeschlossen. Nun sitzt Mario Babini als einziger Parteiloser im Zürcher Gemeinderat. 62 Sitze haben dort die Bürgerlichen, 62 die Linken. Babini ist vor allem bei Budgetfragen das Zünglein an der Waage.

Wie fühlt es sich an, der entscheidende Politiker in der grössten Schweizer Stadt zu sein? Wie hat er die 101 Tage Untersuchungshaft erlebt? Ist sein Ruf ruiniert?

Roger Schawinski fragt nach.