Roger Schawinski im Gespräch mit Richard David Precht

  • Montag, 7. Januar 2019, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 7. Januar 2019, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 8. Januar 2019, 5:00 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 8. Januar 2019, 8:25 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 8. Januar 2019, 9:55 Uhr, SRF info
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    • Dienstag, 8. Januar 2019, 17:35 Uhr, SRF info
    • Samstag, 12. Januar 2019, 22:00 Uhr, SRF info

Er gilt als Popstar der heutigen Philosophie: Richard David Precht. Seit «Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?» schreibt er Bestseller um Bestseller und hat seit 2012 seine eigene TV-Show. Diese Erfolge bringen auch Kritik. Wie geht er mit diesem Spannungsfeld um?

Richard David Precht wuchs im Westen eines geteilten Deutschlands auf, jedoch mit einem marxistischen Vater und zwei Adoptivgeschwistern aus Vietnam. «Ich wurde für ein Leben erzogen, das ich nicht leben konnte», schreibt er später in seiner Autobiografie. Die ersten Bücher nach dem Studium blieben erfolglos, bis Precht 2007 mit «Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?» seinen bislang grössten Erfolg feiern konnte. Seither sind beinahe alle seine Bücher Bestseller und Precht der populärste Philosoph im deutschsprachigen Raum. Da erstaunt es nicht, dass er auch Kritik einstecken muss. Als 2012 seine eigene ZDF-Talksendung startete, bilanzierte «Die Zeit» etwa: «Precht macht dumm.»

Mit «Jäger, Hirten, Kritiker» widmet sich Precht aktuell den Chancen und Gefahren der Digitalisierung. Obwohl er Gefahren sieht, dass das menschliche Leben zukünftig nur noch von Algorithmen bestimmt wird, gibt sich Precht optimistisch: Künstliche Intelligenz könne auch dazu führen, dass wir erfüllter und selbstbestimmter leben können. «Es gibt keine Alternative zum Optimismus. Pessimismus ist Lebensfeigheit», ist Precht überzeugt. Was aber ist mit der Kontrolle von künstlicher Intelligenz, ist diese realistisch? Welche Rolle müssten hierbei Politik und die Staatengemeinschaft übernehmen? Und: Wie geht der «Popstar» unter den Philosophen mit Kritik um? Roger Schawinski fragt nach.