Roger Schawinski mit Anton Gunzinger und Stefan Müller-Altermatt

  • Montag, 21. November 2016, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 21. November 2016, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 22. November 2016, 4:05 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 22. November 2016, 8:25 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 22. November 2016, 9:50 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 22. November 2016, 10:30 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 22. November 2016, 17:30 Uhr, SRF info
    • Samstag, 26. November 2016, 20:30 Uhr, SRF info
    • Samstag, 26. November 2016, 22:25 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 27. November 2016, 14:30 Uhr, SRF info

Wird die Schweiz am 27. November den Atomausstieg annehmen oder ablehnen? Im Gespräch mit dem Befürworter Anton Gunzinger und dem Gegner Stefan Müller-Altermatt diskutiert Roger Schawinski kurz vor dem Abstimmungssonntag die Initiative.

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 war ausschlaggebend, dass die Grünen die Initiative für einen geordneten Atomausstieg lanciert haben. Am Sonntag 27. November stimmt nun das Schweizer Volk darüber ab, ob Kernkraft verboten wird und die Schweizer AKW, mitunter die ältesten der Welt, vom Netz genommen werden.

Bis vor Kurzem fand die Initiative grosse Zustimmung. Doch die jüngsten Abstimmungsumfragen zeigen, dass das Ja zum Atomausstieg auf der Kippe steht. In der letzten grossen TV-Diskussion vor dem Abstimmungssonntag argumentiert CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt gegen die Initative. Für den Chef der Gegenkampagne sei die Atomenergie zwar ein «historischer Fehler». Der sofortige Atomausstieg würde aber die nationale Versorgungssicherheit gefährden sowie die Abhängigkeit von schmutzigem Importstrom fördern. Dem widerspricht Anton Gunzinger. Mehr noch: Der 60-jährige Unternehmer und ETH-Professor konnte mit Computersimulationen aufzeigen, dass die Energieversorgung mit zu 100 Prozent erneuerbaren Energien sowohl möglich als auch kostengünstiger als das aktuelle System ist.

Schon heute nimmt die Rentabilität von Atomstrom ab. So wollte erst kürzlich das Energieunternehmen Alpiq die AKW Leibstadt und Gösgen verschenken. Wären die AKW-Betreiberinnen also froh über die Annahme des geordneten Atomausstiegs? Gleichzeitig drohen sie mit Entschädigungsforderungen, sollte die Initiative angenommen werden. Roger Schawinski diskutiert mit zwei ausgewiesenen Experten Vor- und Nachteile möglicher Szenarien.