Schawinski zum Klimastreik

Eine stetig wachsende Jugendbewegung fordert im Kampf gegen den Klimawandel das politische Establishment heraus. Wie nachhaltig ist der Protest? Fanny Wissler, 17, und Jann Kessler, 23, von der Klimastreik-Bewegung stellen sich den Fragen von Roger Schawinski.

Was als Schülerstreik nach dem Vorbild des schwedischen Mädchens Greta Thunberg begann, ist längst zur lautstarken Protestbewegung geworden. Mit gross angelegten Demonstrationen wollen Jugendliche aus der ganzen Schweiz Alarm schlagen. Der Klimawandel müsse bekämpft werden – jetzt. Bereits zeigen die Proteste erste Wirkungen: Das Basler Parlament hat den Klimanotstand ausgerufen; FDP-Präsidentin Petra Gössi signalisierte in einem vielbeachteten Interview, Umweltthemen stärker zu gewichten, und löste damit eine parteiinterne Diskussion aus.

Nun steht die Bewegung auch vor der Herausforderung, nachhaltig zu sein. Wie wollen die basisdemokratisch organisierten Jugendlichen ihre Forderungen in den politischen Entscheidungsprozess einbringen? Sind die Forderungen zu radikal, um überhaupt umgesetzt werden zu können? Und: Welche Gesellschaft wollen die Jugendlichen, wenn sie von Systemwandel sprechen? Roger Schawinski fragt bei Kantonsschülerin Fanny Wissler, 17, und Student Jann Kessler, 23, nach.