Chris Howland - erfrischend anders

Chris Howland moderiert noch immer beim WDR4.
Bildlegende: Chris Howland moderiert noch immer beim WDR4. WDR/Bernd Maurer

Als Chris Howland in den Fünfzigern beim deutschen Rundfunk begann als «Schallplattenaufleger» zu arbeiten, zerrissen ihn die Kritiker in der Luft: «Was ist das bloss für ein ungehobelter Schnösel?» Für die Hörerinnen und Hörer aber avancierte er gerade durch seine Lockerheit sehr schnell zum Radiostar. Und dies war erst der Beginn einer langen Karriere. 

Obwohl er nur wenig Deutsch sprach, sollte Chris Howland mit seinem britischen Humor etwas frischen Wind in die biedere, deutsche Radiolandschaft bringen. Was er sich dabei erlaubte, war revolutionär.

Mr. Pumpernickel kommt gut an

Mit Ironie und  Witz beliebte er in seinen Radiosendungen zu scherzen. Ein deutscher Radiomann, wäre wohl schon längst gefeuert worden, aber bei Chris und seinem charmanten,  britischen Akzent drückten die Deutschen gerne ein Auge zu.

 Vielmehr noch: sie liebten ihren Chris oder Mr. Pumpernickel, wie er sich selber zu nennen pflegte. Pumpernickel übrigens deshalb, weil er diesen Ausdruck vom Klang her so witzig fand.

«Vorsicht Kamera»

Legendär ist ebenfalls Chris Howlands TV-Sendung «Vorsicht Kamera», bei der zum ersten mal im deutschen Fernsehen Sketches mit versteckter Kamera gezeigt wurden.

Auch als Sänger war Chris Howland gefragt. Seine grössten Hits landete er mit «Fräulein» und «Das hab ich in Paris gelernt». Zudem war er ein gefragter Schauspieler in Karl May Filmen, wo er unter anderem als Butler Archie für wahre Lachsalven sorgte.

 «Spielereien mit Schallplatten»

Noch heute tritt der charmante Brite in Musiksendungen und Talkshows auf und moderiert im WDR4 seine eigene Musiksendung «Spielereien mit Schallplatten». Bei «Schlag auf Schlager» stellen wir Ihnen drei Oldies von Chris Howland vor, aus denen Sie Ihren Favoriten auswählen können.

 

Gespielte Musik

Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Thomas Wild