Wieso knirscht Schnee?

Schneeflocken bestehen aus unzähligen Eiskristallen, die locker miteinander verbunden sind. Diese Eiskristalle haben jeweils sechs Kristallarme und an jedem Kristallarm hängt wieder ein Kristallärmchen und daran wieder eins.

Wanderung durch eine verschneite Winterlandschaft.
Bildlegende: Wanderung durch eine verschneite Winterlandschaft. Colourbox

Sobald diese verästelten Schneekristalle am Boden liegen, verbinden sich diese Ästchen mit den Ästchen des Nachbarkristalls. Aus den einzelnen Schneeflocken wird schliesslich eine luftige Schneedecke. Luftig deshalb, weil durch die verästelte Struktur jede Menge Hohlräume entstehen.

Tritt man nun auf diese luftige Schneedecke, brechen die einzelnen Kristall-Ästchen und die Bruchstellen reiben sich. Je kälter es ist, desto schärfer sind die Brüche und desto lauter das Knirschen. Sind die Temperaturen um den Nullgradpunkt, bildet sich jedoch ein feiner Wasserfilm entlang der Kristallästchen und die Reibung der Bruchstellen ist kaum mehr zu hören.

(Je länger der Schnee liegt, desto weniger knirscht es. Die Eiskristalle verlieren nämlich mit der Zeit ihre Verästelungen und werden rund und fest. )