Typisch Basel! Oder doch nicht?

Im «Schnabelweid-Briefkasten» geht es für einmal ausschliesslich um Wörter, die man in der Basler Mundart kennt. Nicht alle haben ihren Ursprung in Basel selber.

Was nach Basel tönt, muss nicht zwingend in Basel entstanden sein.
Bildlegende: Was nach Basel tönt, muss nicht zwingend in Basel entstanden sein. istockphoto

«verbaseln» weckt den Anschein, als ob dieses Wort in Basel entstanden sein müsse. Dem ist aber nicht so. Das Wort kommt aus dem Niederdeutschen, also aus Mittel- und Norddeutschland. Zu «verbaseln» schreibt der Duden «verbocken, verbummeln, vergessen, verlieren, verschlafen, verschlampen, verschwitzen, versieben».

In Basel selber entstanden ist dafür die Redewendung «verzell du das em Fäärimaa» in der Bedeutung «das stimmt doch nicht, was du da sagst». Die Redewendung ist noch relativ jung, sie ist in etwa Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden. Kein Zufall, denn zwischen 1953 und 1964 wurde die legendäre Radiosendung «Verzell du das em Fäärimaa» ausgestrahlt.

Was der Fährmann mit unglaublichen Geschichten zu tun hat, erklärt Sprachexperte Markus Gasser. In der Sendung geht es ausserdem um die unterschiedliche Art und Weise der Zustimmung. Manchmal sagt ein Basler «joo», ein ander Mal «jä».

Moderation: Fränzi Haller, Redaktion: Markus Gasser