Von «Fiduz» bis «Fertig Schnätz!»

Der Schnabelweid-Briefkasten beschäftigt sich in den Sommermonaten mit Ausdrücken aus dem Mundart-Krimi «Tschüss zäme» von Achim Parterre. So meint ein Arbeitsloser, der sich für einen Job bewirbt, man brauche «kän Lauerichäib, sondern äine mit Fiduz».

Hier arbeitet einer mit «Fiduz», erledigt seine Arbeit motiviert und mit viel Hingabe.
Bildlegende: Hier arbeitet einer mit «Fiduz», erledigt seine Arbeit motiviert und mit viel Hingabe. istockphoto

«Fiduz» kommt vom lateinischen «fiducia», italienisch «fiducia», was Vertrauen, Glauben oder Zuversicht bedeutet. In der Schweizer Mundart verwendet man «Fiduz» um zu sagen, dass einer für eine Sache motiviert hat, Lust oder Mut hat, etwas in Angriff zu nehmen.

«im Schnider sii»

In der Sendung erklärt der Sprachexperte ausserdem die Redewendung «us em Schnider sii», die man vom Jassen kennt. Ursprünglich hat sie mit dem mangelnden Ansehen eines Schneiders zu tun. Schneidersleute hatten früher einen schlechten Ruf. Wenn einer in einer Notlage oder im Elend war, sagt man «im Schnider sii». Hatte einer das Schlimmste hinter sich, war er entsprechend «us em Schnider».

Als drittes Mundartwort wird der Ausdruck «Fertig Schnätz» erklärt. Er bedeutet «Schluss! Aus! Keine weitere Diskussion!»

Moderation: Fränzi Haller, Redaktion: Markus Gasser