Andri Beyeler: Drei Menschen in einer Beiz

Der Schaffhauser Autor Andri Beyeler konzentriert sich in seinem Mundarttext auf drei Figuren und einen Schauplatz. «Er» und «der Andere» sitzen in einer Beiz. «Er» wartet auf ein Bier, «der Andere» wartet auf eine Frau und «die Andere» schaut an ihren Gästen vorbei, die etwas bestellen möchten.

Ein ausgetrunkenes Bier und ein Espresso
Bildlegende: Warten auf ein neues Bier pixelio.de

Diese drei Menschen in der Beiz kennen sich nicht und haben nur zufällig und flüchtig miteinander zu tun. So entsteht ein experimenteller Text, der aus drei subjektiven Wahrnehmungen besteht.

Andri Beyeler gelingt mit «Mondscheiner» ein besonderes Kunststück. Die Sprache ist rhythmisch und erinnert an ein Langgedicht: «.. all wünsched sich immer, ich würd s gseh, dan i gsähcht, we s warted uf mich, si alli warted nu uf mich und druf, dan i äntli mol vorbiichumm, warted s, bis da s gsehnd, dani gseh ha, we s lueged, und lueg, als chiemt i grad.»

In der Schnabelweid tauchen wir in diese drei Gedankenströme ein und unterhalten uns mit dem Autor über sein Sprachkunststück

Das Buch:
Andri Beyeler: Mondscheiner (2018, edition spoken script)

Autor/in: Susanne Sturzenegger, Redaktion: Christian Schmutz und Andri Perler