«Di schöni Fanny» - ein Künstlerroman von Pedro Lenz

Im neuen Mundartroman des Berner Autors Pedro Lenz schwadronieren «gutmütige Liribänze» durch Beizen, Künstlerateliers und Vernissagen. Hinter der Fassade von träfen Sprüchen werden allerdings ernsthafte Probleme verhandelt. Nichts weniger als die Frage nach dem Wesen von Kunst und Liebe.

Pedro Lenz
Bildlegende: Pedro Lenz Daniel Rihs
Ein werdender Schriftsteller mit dem Übernamen «Jackpot» ist der Erzähler. Seine besten Freunde sind zwei gestandene Maler, Louis und Grunz. Diese Männerfreundschaft wird aufgemischelt von Fanny, einer hübschen, unbekümmerten Kunststudentin, die bei beiden Malern Modell steht. Jackpot verliebt sich in sie und sofort wird es kompliziert. Der Schauplatz ist Olten in der Gegenwart.
 
Worauf es ankommt!
Jackpot wird zerrissen zwischen seiner Begeisterung für Fanny und seinem darbenden Romanprojekt. Fanny versteht seine eifersüchtigen Besitzansprüche nicht. Louis und Grunz müssen dem liebestollen Jüngling mit ein paar Lektionen auf die Sprünge helfen, worauf es ankommt bei der Kunst und bei der Liebe.
 
Ein Fest der Metaphern und Sprüche
Das alles - Gespräche, Erinnerungen, Schilderungen - werden natürlich im typischen Lenz-Stil verhandelt, in dieser metaphernreichen, liebenswürdig-umständlichen und humorvollen Sponti-Sprache, die man vom «Goalie» kennt oder auch von den zahlreichen Spoken-Word-Auftritten des Autors.
 
Ein Gespräch mit dem Autor
Wieviel und in welcher Art und Weise Autobiografisches in den Roman eingeflossen ist; warum wir mehr von der Männergruppe erfahren also von der titelgebenden Hauptfigur Fanny; inwiefern seine «Liribänze» (Schwadronierer) eine Art idealisierte Welt zeigen: Darüber gibt Pedro Lenz in der Schnabelweid ausführlich Auskunft.
 
Literaturtipp
  • Pedro Lenz: Di schöni Fanny. Roman. Cosmos Verlag 2016

Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: Markus Gasser, André Perler