Erika Wiedmer-Mani: Di Gschichti si nid erfunde

«Mengisch ubertrybe i es bitz», sagt die Diemtigtaler Mundart-Autorin Erika Wiedmer-Mani, «aber dem siit me schriftstellerischi Fryhiit». In ihren Geschichten erzählt sie vor allem aus ihrer Kindheit als Bergbauerntochter in den 1950er Jahren. 

Erika Wiedmer-Mani vor ihrem Haus. Im Hintergrund sieht man die verschneiten Berge
Bildlegende: Erika Wiedmer-Mani ist in Zwischenflüh im Diemtigtal geboren. Als eines von 10 Kindern. SRF

Sie berichtet vom Zwischenflüher Schulhaus mit dem Türmchen und dem Klassenzimmer, das auch vom Männerchor und für Versammlungen genutzt wurde. Da wurde dann Stumpen geraucht: «üs het das nüt usgmacht, di miischte Vätter hi dehiime tubaket.» Die Schulkinder bastelten sogar Aschenbecher aus Konservenbüchsen. 

Mundart-Autorin Erika Wiedmer-Mani erinnert sich auch an Tintenfinger und Tintenflecken im Schulheft und wie sie mit dem «Tintehudel» zu retten versuchte, was noch zu retten war. 

Eindrücklich ist die Geschichte vom «Ritzhöie». Vom Wildheuen in den steilen «Ritzen». Alle mussten mithelfen und «we me dert wee usgrutscht, so wee me uber d Flueh usi ghyt u d Schwendner hätte iim zemegläse.»

Solche und andere Geschichten der 70-jährigen Diemtigtalerin gibt es zu lesen im neuen Mundart-Erzählband. 

Das Buch: 
Erika Wiedmer-Mani: Chnopfbüxe (2019 Weberverlag)