Ernst Burren über die Sommerlesung

Seit über 40 Jahren lotet der Solothurner Autor Ernst Burren die Befindlichkeiten von Herrn und Frau Schweizer aus. In seinen Monologen offenbaren sich unspektakuläre Menschen, eher die Verlierer, oft in die Jahre gekommene Dörfler.

Gefeierter Mundartautor an den Solothurner Literaturtagen 2011.
Bildlegende: Gefeierter Mundartautor an den Solothurner Literaturtagen 2011. keystone

Sie berichten von den kleinen Katastrophen des Alltags, von vernachlässigten Frauen, ausgebrannten Lehrern oder von Jugendlichen in schlechter Gesellschaft.

Volkes Stimme

Burrens Menschen ist ein rührender Sinn fürs Praktische eigen: Die Tochter des Nachbarn arbeitet in Zürich als Prostituierte? Das ist hart für die Eltern, aber immerhin verdient sie mehr als im Dorfladen! Dieser unschlagbare, witzige, absurde Pragmatismus bringt den Lesenden immer wieder zur Erkenntis: «Stimmt eigentlich.»

Wie kommt Ernst Burren so nahe an die Menschen heran? Wie kann er «Volkes Stimme» so authentisch zum Klingen bringen? Wer ist der Beat in «Rio Negro» und Lina in «Näschtwermi»? Im Gespräch gibt Burren Auskunft über solche Fragen. Und in dieser Einführungssendung zur Sommerlesung 2012 hören wir auch Ausschnitte aus Burrens Geschichten. Mehr zur Sommerlesung ...

«Rio Negro» von Ernst Burren (Zytglogge)
«Näschtwermi» von Ernst Burren, (Zytglogge, vergriffen)

Im Herbst 2012 erscheint das 25. Buch von Ernst Burren «Dr Troum vo Paris» (Cosmos)