Judith Stadlin: «Häschtääg Zunderobsi»

Die Schweizer Autorin, Theaterfrau und Performerin Judith Stadlin hat einen Band mit Geschichten in Zuger Mundart herausgegeben.

Judith Stadlin
Bildlegende: Judith Stadlin Andreas Eggenberger

Die Sprache steht Kopf in Judith Stadlins Buch: «Häschtääg Zunderobsi» ist ein sprechender Titel par excellence. In breitem Zuger Dialekt schreibt Stadlin, selbst Zugerin, Geschichten, in denen alte auf junge Sprache trifft, Mundart auf Standarddeutsch, Deutsch auf Englisch und Französisch manchmal ein echtes Chrüsimüsi. Mit viel Humor greift Judith Stadlin sich sprachliche Kuriositäten heraus und führt sie genüsslich ins Absurde.

Wir sprechen mit der Autorin über ihr Buch, über die Eigenarten des Zugerdeutschen, über das Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache. Und darüber, wie man Erstaunliches zutage fördern kann, wenn man der Mundart mit wachen Augen und offenen Ohren begegnet. Gerade bei älteren Ausdrücken, die mehr und mehr in Vergessenheit geraten, wittert sie grosses Trouvaillen-Potenzial.

In der Sendung geht es aber auch noch um das radikale Gegenteil von Judith Stadlins Liebe zu den Wörtern: Wir stellen das Buch «Sprachen ohne Worte» vor. Ausserdem erklären wir die Ausdrücke «Fämmet», «Die spitzi Wädelchrott» und den Familiennamen Aebersold.

Moderation: Priska Plump, Redaktion: Simon Leuthold, Markus Gasser