Rätoromanisch: unnötiger Luxus?

Die rätoromanische Sprache soll erhalten bleiben. Aber wie macht man das am besten? Und ist das überhaupt möglich? Eine Diskussion mit Linard Bardill, Gianna Olinda Cadonau und Ivo Orlik.

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Bildlegende: «#rumantschwhatelse: Eine Werbeaktion von Radio Televisiun Rumantscha (RTR) im Jahr 2018, um Rätoromanisch in der Schweiz bekannter zu machen RTR/SRF

Die Dachorganisation "Lia Rumantscha" setzt sich seit 100 Jahren für den Erhalt, die Pflege und die Lebendigkeit des Rätoromanischen ein. Das wurde Anfang August in Zuoz ausgiebig gefeiert. Doch rentiert dieses Engagement überhaupt? Stirbt Rätoromanisch nicht eh früher oder später aus?

Debatte ums Rätoromanisch

In der Schnabelweid diskutieren drei rätoromanische Kulturschaffende über ihre Sprache, über das reiche rätoromanische Kulturerbe und darüber, ob und wie das Rätoromanische heute und in Zukunft gepflegt werden soll.

Die Gäste in der Sendung sind:

  • Gianna Olinda Cadonau, Dichterin und Kulturmanagerin sowie Direktionsmitglied der Lia Rumantscha und dort verantwortlich für Kulturförderung.
  • Linard Bardill, Musiker und Kolumnist, hat sich schon öfter kritisch über die Lia Rumantscha und über die Bemühungen, das Rätoromanische zu erhalten, geäussert.
  • Ivo Orlik alias Giganto, Radiomoderator bei RTR und Rapper, hat 079 von Lo & Leduc Rätoromanisch beigebracht.

Schweizerdeutsch 1930 und 2020

Ausserdem in dieser Sendung: Die Universität Zürich will das Schweizerdeutsch von 1930 mit dem von heute vergleichen. Dabei soll die Bevölkerung mithelfen, indem sie Sätze von 1930 in ihr heutiges Schweizerdeutsch übersetzen. André Perler hat's ausprobiert.

Und auch ein Familienname wird in dieser Sendung erklärt: Warum Estermanns nichts mit dem weiblichen Vornamen Esther zu tun hat, erfahren Sie im zweiten Teil der Sendung.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: André Perler